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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 25.04.2019)

Fondspreise vom 25.04.2019
MB Fund Max Value 154,50 (–0,38%)
MB Fund Max Global 82,62 (–0,36%)
MB Fund Flex Plus 60,71 (+/-0,00%)
MB Fund S Plus 139,74 (+0,95%)

Aktuelles

08.05.2010 MB Fund Advisory zur aktuellen Situation: HAIG MB S Plus ist nicht investiert!

Unsere Meinung: Panik ist nicht angebracht!!!

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte (Mit-) Investoren,
sehr geehrte Interessenten,


die Börse hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt:
Angst ist ein schlechter Ratgeber
– das Urteil werden wir in Zukunft auch wieder über die aktuelle Situation treffen.



Das kleine Griechenland mit 11 Mio. Einwohnern reißt angeblich die globale Finanzwelt in den Abgrund:
Wir danken u.a. n-tv und anderen Nachrichtensendern mit stundenlangen Live-Übertragungen aus Athen, die Krawalle zwischen Chaoten und Polizei-Kräften senden. Auch Bild.de schreibt heute über Panik. Und beim Blick auf griechische Krawalle an den Fernsehern haben US-Händler wohl Millionen und Milliarden verwechselt und damit den Dow Jones für kurze Zeit in die Tiefe gerissen. Kurz: Die Nerven liegen blank, die Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten fühlt sich an wie ein Crash – die Flucht in die Sicherheit führen den Bund Future in ungeahnte Höhen. Die Börse beweist wieder einmal, daß Sie ein Treffpunkt für „Psychos“ ist.

Unsere Meinung:
Panik ist nicht angebracht!!!


Der Dax-Verlauf schwankt seit August 2009 bis heute zwischen ca. 5.400 und 6.300 Punkten (sh. Anlage „Dax Juni 2009 bis 7.Mai 2010“). Mit dem Dax-Schluß von 5.908 Punkten am Donnerstag gab es lediglich am Jahresende 2009 und am Jahresanfang einige Tage mit höherem Niveau sowie von Mitte März bis vorgestern. Der Schlußkurs am Freitag von 5.715 Punkten liegt immer noch in oben genanntem Band. Durch den abrupten Kursrückgang steigt die Unruhe, dabei liegt der Dax nicht einmal 10% unter den Jahreshöchstständen.

Zum Thema „Panik“ und „Stimmungsumschwung“ bei „Profi-Kommentatoren“ schauen Sie sich einfach mal in der Anlage die Titelblätter der Anlegerzeitschrift „Focus Money“ von Mai 2010 im Vergleich zu März 2010 an: Im März 2010 werden griechische Anleihen mit einer 6%-Verzinsung zum Kauf empfohlen und erklärt, warum Griechenland nicht Pleite gehen kann. Einige Wochen später werden europäische Staatspleiten besprochen… Da hängt die Fahne aber ordentlich im Wind!

Doch nun zu den Fakten:

Die fundamentalen Wirtschaftsdatendaten - insbesondere deutscher Unternehmen - sind beeindruckend stark.
Der Ifo-Index erreicht monatlich neue Höchststände und die positive Berichterstattung der Unternehmen ist atemberaubend gut. Über Dividendenzahlungen fließen den Dax-Aktionären in der momentanen Berichtssaison über 20 Mrd. Euro an Dividenden zu.


Gibt es Grund zur Sorge?


Nochmals: Keine Panik. Allerdings beobachten auch wir die Situation nicht blauäugig, sondern kritisch. Besorgnis ist nie verkehrt, Hektik ist nicht angebracht. Natürlich kann man die Möglichkeit einer Ansteckungsgefahr der „griechischen Grippe“ nicht ausschließen. Vergleicht man aber die Situation Griechenlands mit anderen Staaten wie Spanien, Portugal, Italien und Irland, kommt man zu einem eindeutigen Ergebnis: Zwar kämpfen alle mit einer hohen Staatsverschuldung, die Voraussetzungen sind jedoch verschieden. Seit dem Jahr 2005 gab es alleine acht Außenprüfungen der europäischen Statistikbehörde EUROSTAT in Griechenland, kein anderes Euro-Land wurde so oft von dieser Behörde besucht. Kein anderes Euro-Land ist bei der Umsetzung europäischer Richtlinien so stark im Verzug wie Griechenland usw.

Wer ist an der Situation Griechenlands schuld?
  • Griechische Regierungsstellen, die gefälschte Statistiken geliefert haben: Im Oktober 2009 mußte Griechenland plötzlich zugeben, daß die Staatsverschuldung doppelt so hoch sei wie zunächst bekanntgegeben.
    Griechische Steuerbehörden, die fällige Steuern nicht eintreiben.
    Ex-Kanzler Schröder und seine damalige rot-grüne Bundesregierung: Trotz Verstoßes der Maastricht-Kriterien wurde Griechenland in den Euro-Raum aufgenommen. Schröder und seine Regierung haben sich maßgeblich hierfür eingesetzt.
    Die EU-Kommission, weil sie sich „beschummeln“ ließ, obwohl es Anzeichen für unsaubere griechische Statistiken gab.
    Die EU-Regierungschefs, weil sie sich „beschummeln“ liessen, obwohl es Anzeichen für unsaubere griechische Statistiken gab. Auch Frau Merkel und ihr Ex-Vize Steinmeier gehören dazu.
    Die EU-Finanzminister, weil Sie der europäischen Statistikbehörde EUROSTAT keine weitreichenderen Prüfungsbefugnisse erlaubte. Auch Herr Steinbrück als Ex-Finanzminister gehört dazu.


Wer kann nichts dafür?

Der einfache griechische Staatsbürger, griechische Mittelständler, griechische Rentner.

Wann wird es besser?

Wenn sich die Emotionen legen.

Was kann die Kapitalmärkte im Notfall beruhigen?

Der Ankauf von europäischen Staatsanleihen durch die EZB. Damit würde Sie der Bank of England und der US-Notenbank folgen.

Sollte Griechenland aus dem Euro aussteigen?

Nein,
das geht nicht mehr. Griechenland hätte nie dem Euro-Raum beitreten dürfen. Ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euro ist zur Zeit keine Option. Die Wiedereinführung der griechischen Drachme würde zu einer massiven Abwertung zum Euro führen. Die griechischen Schulden lauten jedoch auf Euro, eine unmittelbare Zahlungsunfähigkeit wäre vorprogrammiert. Damit würden alle Gläubiger Griechenlands vor massiven Abschreibungen ihrer Forderungen stehen und damit das Bankensystem vor eine erneute Belastungsprobe stellen. Eine Ansteckungsgefahr für andere Staaten würde damit auch wahrscheinlicher werden. Dies wäre dann ein noch viel größeres Problem.

Was gibt Hoffnung?

Es gibt Hoffnung:
Schauen Sie sich in der Anlage doch mal die Dax-Entwicklung der Jahre 2002 bis 2007 an und vergleichen diese mit der Situation 2008 bis heute: Sehen Sie, wie auffällig deckungsgleich diese Kurven sind. Nach einer sehr guten Entwicklung des Dax30 seit dem ersten Quartal 2009 sollte eine mehrmonatige Seitwärtsphase mit teilweise recht starken Ausschlägen keine Überraschung sein. Die Diskussion um Griechenland und den Euro ist damit auch ein guter Grund für eine Korrektur.


Was passiert in den HAIG MB-Fonds?

HAIG MB S Plus:
Die Börsenampel ist auf „rot“, der Fonds ist nicht investiert und damit auf „neutral“ gestellt. Beim Ausstieg hat es leider wieder vier wechselnde Signale gegeben, bevor die Investments im HAIG MB S Plus endgültig auf neutral gestellt wurden. Verantwortlich für die abrupten Richtungswechsel beim Dax waren auf der einen Seite die Sorgen um Griechenland und den Euro und auf der positiven Seiten die sehr guten Zahlen der Unternehmen zum ersten Quartal 2010. Nun liegt ein Wiedereinstieg des Fonds zunächst in weiter Ferne.

HAIG MB Max Value:

Der HAIG MB Max Value hat in den letzten Tagen aufgrund der starken Nervosität noch nicht die Stärken seines Managementansatzes im Anteilspreis zeigen können. Kurzfristig führt ein Anstieg der Nervosität dazu, dass die zur Absicherung eingesetzten Terminkontrakte noch nicht den gewünschten Absicherungseffekt erzielen. Bei einem Abklingen der Nervosität kommt dieser Effekt aber überproportional zum Tragen. Außerdem wurden unsere Beimischungen im Bereich „Nebenwerte“ in den letzten Tagen überproportional in Mitleidenschaft gezogen. Laut einer heutigen Empfehlung der Deutschen Bank hat z.B. der von uns im Bestand gehaltenen Titel „Nordex“ einen Bewertungsabschlag von über 30% zu seinen Wettbewerbern. Die Anlageempfehlung lautet hier „kaufen“. Auch Biotest hat mit über 22 Mio. Euro im ersten Quartal bereits fast die Hälfte des im kompletten Jahres 2009 erzielten Nettoergebnisses erreicht, die Forschungspipeline ist zudem „prall gefüllt“.
Momentan versuchen wir, das erhöhte Preisniveau am Terminmarkt für die Absicherungen des Fondsvermögens zu nutzen. Bei Nebenwerten waren wir heute auf „Schnäppchenjad“ und haben zu günstigen Kurse Bestände aufgestockt.
Diese Früchte ernten wir später.

HAIG MB Flex Plus:

Mit einer Kasseposition von über 19% liegen wir auf der Lauer, um Schnäppchen am Bondmarkt zu machen. Die Aufregung an den Kapitalmärkten führt zu übertriebenen Reaktionen beim Bund Future, dem Terminkontrakt auf Bundesanleihen. Bundesanleihen sind keine Schnäppchen mehr – im Gegenteil, wenn Deutschland die Lasten des Euro-Raumes schultern muß. Dementsprechend haben wir uns positioniert – leider 2 Tage zu früh. Dies und steigende Angstprämien haben zum Rückgang des Anteilspreis beigetragen. Bei einer kleinen Entspannung an den Märkten führt dies direkt zu einer Steigerung des Anteilspreises. Selbst mit dem Anteilspreisrückgang in dieser Woche liegt der HAIG MB Flex Plus seit Jahresanfang mit dem Kurs zum Wochenschluß immer noch bei + 1,90 % und auf Sicht von 1 Jahr bei + 10,91 %.

HAIG MB Max Global:
Der Fonds ist international breit diversifiziert. Insbesondere die starke Gewichtung im Bereich Pharma- und Gesundheit gibt dem Gesamtvermögen des Fonds einen defensiven Charakter. Am Terminmarkt haben wir heute ein besonders günstiges Instrument zu Absicherung eingesetzt, um die Schwankungen des Aktienportfolios etwas abzumildern. Über den Terminmarkt werden wir im laufenden Monat einen großen US-Konzern aus dem Gesundheitsbereich mit Abschlag ins Portfolio aufnehmen können.

Mit Blick auf die nächste Woche stellen sich für das Fondsmanagement folgende Alternativen: Entweder Beruhigung oder Schnäppchenjagd. :)

Wir bleiben für Sie am Marktgeschehen.

Mit freundlichen Grüßen


Dax Juni 2009 bis 7.Mai 2010


Focus Titelbilder März 2010 und Mai 2010


Dax - Vergleich 2002 bis 2007 mit 2008 bis heute

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