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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 25.04.2019)

Fondspreise vom 25.04.2019
MB Fund Max Value 154,50 (–0,38%)
MB Fund Max Global 82,62 (–0,36%)
MB Fund Flex Plus 60,71 (+/-0,00%)
MB Fund S Plus 139,74 (+0,95%)

Aktuelles

08.08.2011 Angst ist ein schlechter Ratgeber - Teil 2



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitinvestoren,

einige Medien versuchen die Krise und den Crash heraufzubeschwören. Nach der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur S&P von AAA auf AA+ scheint der Crash nun ausgemachte Sache zu sein. Folgende Überschriften sind am heutigen Sonntag auf Seite 1 zu lesen – Anzeichen von Panik:
„Furcht vor dem Crash“
(FAZ Sonntagszeitung, 7.August 2011)
„Die Angst vor dem weltweiten Kollaps“
(Die Welt am Sonntag, 7. August 2011)
„Rating-Agentur stuft Kreditwürdigkeit der USA runter - Steht uns ein schwarzer Börsen-Montag bevor?“
(www.bild.de , 7.August 2011)
„Die Angst vor der Rezession“
(FAZ Sonntagszeitung, Wirtschaftsteil mit Untertitel „DER CRASH“, 7. August 2011)

Weitere Anzeichen von Panik:

Das ZDF sendete am Freitag, den 5.8.2011 nach der 19 Uhr- Haupt-Nachrichtensendung des Tages „Heute“ ein ZDP Spezial mit dem Titel „Chaos an den Börsen“
„Die Angst vor der Rezession“
(FAZ am Sonntag, 7.August 2011)

Crash mit Ansage?
Vorsicht! Dann kommen die Dinge nämlich meist anders…


Was ist Börse?


Die Börse ist nicht nur ein Marktplatz für Wertpapiere. Börse ist eine „massenpsychotische Veranstaltung“, Angst und Gier sind dabei die natürlichen Gegenspieler. Die Leitplanken für die Börse sind Fakten aus der Wirtschaft (Umsätze und Gewinne von Firmen, Verschuldungsgrad von Unternehmen und Staaten, Bewertungen, Auftragseingänge und –bestand, die Wirtschaftsaussichten) und – auch von diesen beeinflußt – der Zins. Diese Faktoren im Zusammenspiel machen eben auch punktgenaue Prognosen schwierig, wobei sich langfristig die Leitplanken durchsetzen. An dieses kleine Börsen-Einmaleins möchte wir Sie an dieser Stelle ausdrücklich erinnern.

Die Leitplanken verrutschen aber auch einmal, wenn sich psychologische Effekte auf die Realwirtschaft niederschlagen, z.B. Stimmungsindikatoren einen Abschwung nahelegen. Oder verunsicherte Anleger in Panik verkaufen Aktien - und Börsenbewegungen werden dann als Vorlaufindikator interpretiert.


Worüber machen wir uns Sorgen?


1. …dass die Politik ihre Hausaufgaben seit 2010 immer nur mangelhaft gemacht hat,
z.B. die europäische Kakophonie beim letzten Hilfspaket für Griechenland mit dem besonderen Glanzpunkt des Herrn Barroso mit seinen Aussagen vom 3. und 4. August 2011. Schrecklich! Es geht aber auch anders: Hier wäre u.a. eine Rückbesinnung auf das weltweit erfolgreiche Krisenmanagement von Politik und Notenbanken in den Jahren 2008 und 2009 zwingend erforderlich.
2. …dass Anleger in Panik versetzt werden und Aktien von solide wirtschaftenden Unternehmen verschleudert werden. Hier drohen auf dem Papier auftauchende Verluste realisiert werden, man nennt so etwas „vermeidbare Vermögensverluste“.
Diese Variante ist noch schlimmer, als vor lauter Angst den Kauf von Aktien in der Krise zu vergessen.
3. …die Ungeduld der Marktteilnehmer:
Eine zu hohe Verschuldung läßt sich nicht sofort abbauen, sondern ist ein Prozess über mehrere Jahre. Man muss den Staaten auch Zeit geben, ihre Sparpakete und Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung umzusetzen. Leider ist eben dieses notwendige Vertrauen der Marktteilnehmer in die Politik in den letzten Monaten stark gesunken. Der Verlust des Vertrauens geht blitzartig, die Wiederherstellung des Vertrauens braucht Zeit.

Was gibt uns Hoffnung?


Oder sollte man hier besser die Überschrift wählen: Schon vergessen?

1. Fitch und Moody’s belassen vorerst ihr AAA-Rating für die USA,
wenn auch mit negativem Ausblick.
2. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA hat S&P bereits am 15. April 2011 erstmals angedroht,
danach mehrmals im Juli 2011 während der politischen Auseinandersetzung. Eigentlich sollte der am Freitag Abend erfolgte Schritt keine unglaubliche Neuigkeit sein.
3. Handelsblatt Leitartikel vom 1. August 2011: Land der Schulden, Land der Chancen
Die USA sind ein gespaltenes Land: Der Staat ist mit 14,3 Billionen Dollar verschuldet, was den Konzernen sichtlich guttut: Die Nullzinspolitik der Notenbank, die Niedrigsteuerpolitik der Regierung und der schwache Dollar befeuern den Anstieg der Unternehmensgewinne.


4. Auch Japan wurde
von AAA auf AA+ vor einiger Zeit herabgestuft. Die Auswirkungen waren nicht nennenswert !!! Japan hat eine BIP-Verschuldung von ca. 220%, die USA von ca. 90% am letzten Jahreswechsel. Und die japanischen Zinsen liegen immer noch weit unter den US-Zinsen!
5. Hoffnung macht die Statistik:
Seit 1987 gab es 25 Wochen, in denen der Dax mehr als 9% innerhalb einer Woche verloren hat. In der darauf folgende Woche ging es um durchschnittlich 4% nach oben und nach 12 Monaten stand er sogar um 15% höher.
6. Die Bewertungen:
In den vergangen 20 Jahren – immerhin sehr bewegende Zeiten – waren die Verhältnisse zwischen Kursen und Firmengewinnen nur einmal so günstig wie jetzt.


Falls die Börsen in der nächsten Woche tatsächlich Kursrückgänge hinnehmen müssen, sollte man auf der Kurstafel der Frankfurter Wertpapierbörse bei einigen Aktien den Zusatz nicht vergessen:

„Deutscher Weltmarktführer mit goldgeränderter Unternehmensbilanz und dickem Auftragsbuch wg. Zukunftsangst zu Ramschpreisen zu verkaufen.“

Also aufpassen und an die Schnäppchen denken!

Kaufen, wenn die Kanonen donnern!

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