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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 18.04.2019)

Fondspreise vom 18.04.2019
MB Fund Max Value 154,63 (+0,40%)
MB Fund Max Global 82,83 (+0,36%)
MB Fund Flex Plus 60,68 (+0,05%)
MB Fund S Plus 136,62 (+0,73%)

Aktuelles

19.08.2011 Angst ist ein schlechter Ratgeber - Teil 5



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitinvestoren,

mit dem gestrigen Rückgang hat es der Dax wieder einmal zur Nr.1-Nachricht in der 20.00 Uhr-Tagesschau geschafft – der Untergang scheint unausweichlich, kritische Berichterstattung „Fehlanzeige“. Heute sind erneute Abschläge zu verzeichnen. Was nun?

Wir halten es mit Goethe:


„Wer zur schwankenden Zeiten auch schwankend gesinnt ist, mehret das Übel.“

Wir sind nicht schwankend gesinnt – wir stehen in der Brandung!


Die Zeiten an den Börsen sind zwar unruhig, aber nicht hoffnungslos, wie es momentan die Kurse suggerieren.

Woher nehmen wir unsere Kraft, um einen kühlen Kopf in dieser Situation zu behalten? Einige positive bzw. beruhigende Nachrichten werden nicht zur Kenntnis genommen, Realitäten ignoriert:


Die Ratings – beruhigende Nachrichten verpuffen:


• Am 17.08.2011 hat Fitch das AAA-Rating für die USA bestätigt.
• Am 18.08.2011 war die Nachricht zu lesen, dass sich S&P zuversichtlich über die Top-Bonität (AAA) Frankreichs geäußert hat – nachzulesen unter: http://www.financial-informer.de/infos/s_p_zuversichtlich_fur_top_bonitat_frankreichs_1697453

Die Darstellung des deutschen Wirtschaftswachstums:


• Die Darstellung des deutschen Wirtschaftswachstums erfolgt mittlerweile auch in der Tagesschau auf Quartalsbasis: Ein Wachstum von nur + 0,1 % klingt natürlich auch viel „mickriger“ als wenn man – wie es der Tagesschau-Seher gewohnt ist – eine Jahresveränderungsrate von + 2,8 % nennen würden. Das ließe sich ja dann nicht als Wachstumsschwäche verkaufen…
• Außer den Volkswirten der Allianz hat sich keiner die Mühe gemacht, einige Sondereffekte der BIP-Zahlen für das 2. Quartal 2011 zu analysieren: Zum einen die gleichmäßigere Verteilung des Bausektors auf das 1. Halbjahr, weil das 1. Quartal 2011 relativ mild war, zum anderen die Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland. Ohne den letztgenannten Effekt hätte der Quartalsvergleich nicht bei + 0,1 % sondern bei +0,5 % gelegen. Damit wäre die Zahl über den Erwartungen der Konsenserwartung von + 0,4 % gelegen. Große Preisfrage: Wie lief der Rest der deutschen Wirtschaft – also ohne die Versorgerbranche? Prächtig!
• Die Abschaltung der Atomkraftwerke erklärt zu dem auch die relativ hohen deutschen Importe: Die Zahl wird durch die Stromimporte überzeichnet.



Nur noch „Deppen, Angsthasen und Manipulateure“ am Aktienmarkt:


• Der gestrige Tag (18.08.2011) begann gemächlich, bis dann am Vormittag in kurzer Zeit mehrere Dax-Future unlimitiert auf den Markt flogen: Ein Eingabefehler oder Absicht? Wie auch immer: Ein Fall für die BaFin. Wer war der „Fat Finger Boy“? (In Frankfurter Börsenkreisen werden diese Menschen auch „Knöbbschedrigger“ genannt.)
• Erinnern Sie sich noch an letzte Wochen? Kurssturz bei französischen Banken ausgelöst über die Gerüchte um eine drohende Schieflage/Insolvenz der französischen Großbank Societe Generale. Wie sich herausstellte: Alles erstunken und erlogen! Das Gerücht zum Gerücht um die Societe Generale hier zum Nachlesen:http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:kursrutsch-das-geruecht-zum-geruecht-um-societe-generale/60092375.html?v=2.1
• Das Gerücht über die Societe Generale führte zu einem weiteren Gerücht an den Börsen: Eine asiatische Bank kappt die Handelslinien zu französischen Banken. usw. usw. und weiter fiel der Dax….
• Die Veröffentlichung des US-Fühindikators „Phili-Fed“ lag bei -30,5 auf Rezessionsmodus. Natürlich ist das einfach ein schlechter Wert und eine positive Überraschung wäre besser gewesen, ABER: Jeder, der sich schon etwas länger und intensiver mit der Börse und der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten beschäftigt, weiß über die Volatilität und die Fehlsignale speziell dieses Indikators: Es gibt keinen volatileren US-Konjunturindex. Außerdem fand der Erhebungszeitraum nach dem Höhepunkt der US-Schuldenkrise statt… Kann dann ein solcher Indikator gut sein? Klar geht er dann auf Rezessionmodus.



Wir rufen einfach dazu auf,
sich unaufgeregt mit den Fakten zu befassen und sich nicht durch Gerüchte „am Nasenring quer übers Börsenparkett“ ziehen zu lassen und dabei Vermögenswerte zu verscherbeln.

Ja, man kann sich aber auch selbst in einen Abschwung reden. Die „German Angst“ scheint ein neuer deutscher Exportschlager zu werden.

Natürlich gibt es mehrere Anzeichen für ein Abkühlung des Wirtschaftswachstums, auf diesem Auge sind wir definitiv nicht blind – aber wieviel Abkühlung antizipieren die Aktienmärkte? Ein Dax von ca. 5.500 Punkten wäre nur gerechtfertigt, wenn die Gewinnschätzungen für die Dax-Unternehmen um mehr als 50 % für das Jahr 2012 im Vergleich zu den gegenwärtigen Schätzungen nach unten revidiert werden würden. Daran glauben wir zur Zeit nicht. Unserer Meinung nach sind die Schätzungen maximal um ca. 25 % gefährdet. In Kombination mit niedrigen Kurs-Buchwerten und einen Dax-Dividendenvolumen von ca. 30 Mrd. Euro ergäbe sich dann immer noch ein Bewertungsspielraum bis ca. 8.000 Punkte, ohne dabei teuer zu sein. Bleiben die Gewinnschätzungen von 2012 bestehen, dann sind die Bewertungsspielräume noch viel höher.

Ach ja… noch ein letztes Wort zur Politik:
Es gibt ein neues
internationales Synonym fürs sog. Aussitzen und Zaudern:

„Merkeling around“


Wir wünschen ein schönes Wochenende!

Fortsetzung folgt (zu den Themen „Bewertungen deutscher Aktien“, „Zyklenvergleich“, „Gold“ und „Eurobonds“)

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