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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 18.04.2019)

Fondspreise vom 18.04.2019
MB Fund Max Value 154,63 (+0,40%)
MB Fund Max Global 82,83 (+0,36%)
MB Fund Flex Plus 60,68 (+0,05%)
MB Fund S Plus 136,62 (+0,73%)

Aktuelles

24.08.2011 Angst ist ein schlechter Ratgeber - Teil 6



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitinvestoren,

die deutsche Börse hat seit dem 29. Juli 2011 bis einschließlich Freitag, den 19. August 2011, 23,35 % verloren. Die Indizes in Brasilien (Bovespa), Hong Kong (Hang Seng) und Indien (Sensex) verlieren im gleichen Zeitraum 13,5 %, 13,6 % und 14,3%.
Ist der deutsche Aktienmarkt ein „Bananenmarkt“?

Nein, aber
es gibt einige Faktoren, die eine Rolle spielen: Schnelle Abwicklungsmodalitäten, das Ausweichen von Großanlegern auf Dax-Future beim Absichern von Portfolien (aufgrund der Unsicherheit von Leeverkaufsverboten in vier Euroländern scheute man den Einsatz von EuroStoxx-Future) und die große Abhängigkeit der deutschen Exportindustrie von der Weltkonjunktur, mittlerweile insbesondere den Schwellenländern. Der letzte Punkt war in der Vergangenheit genau umgekehrt… Da sich die Kapitalmärkte der Schwellenländern in weitaus weniger panischen Stadien als die deutschen Märkte befinden, muss schon die Frage nach überzogenen Kursreaktionen gestellt werden.

Mittel- bis langfristig greifen jedoch die Bewertungen als große „Leitplanken“ für Anleger. Wenn wir an dieser Stelle über die günstige Bewertung deutscher Aktiensprechen, bezieht sich das auf die Gewinne (Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 8 !), die Dividenden (Dax-Dividendenrendite zwischen 4 % und 5 % !) und die Buchwerte (zur Zeit 1,07). Von den Bären werden die Aussichten auf Gewinne und Dividenden ohnehin als unsichere Größe in Frage gestellt. Deswegen begeben wir uns an die Wurzel der Werthaltigkeit: Die Buchwerte. Die Buchwerte sind die durch Eigenkapital gedeckten Anteile an den Unternehmensbilanzen.

Der aktuelle Buchwert des Dax30 liegt laut Berechnungen der Commerzbank bei 5.250 Punkten – damit liegt das aktuelle Kurs-Buchwert-Verhältnis im Dax bei 1,07. Dies würde bedeuten, dass in den nächsten beiden Quartalen Auftragseingänge, Umsätze und Gewinne sinken müssten. Ab einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,95 – also bei 5.000 Punkten im Dax würde das schrumpfende Auftragseingänge, Umsätze und Gewinne für die nächsten 4 (!) Quartale bedeuten. Diese Werte sind aus der Historie abgeleitet. Nachfolgend die Entwicklung der letzten Jahre.

Jetzt können sicherlich einige Leser nachvollziehen, warum wir ein Kursziel von mindestens 8.000 Punkten für die Jahre 2011 und 2012 am Jahresanfang vor Augen hatten. …und mit anhaltender Gewinndynamik wäre da sogar noch mehr drin gewesen…

Wir müssen ganz ehrlich sagen: Für eine an den Aktienmärkten unterstellte konjunkturelle Vollbremsung fehlt uns die Phantasie.

Die Zeichen stehen eher für eine Verlangsamung des Wachstums, aber nicht für einen unausweichlichen Zusammenbruch. Dazu müßte ein ganz großer Donnerschlag kommen. Viele sehen den drohenden Donnerschlag in der Euro-Schuldenkrise und im US-Budgetstreit. Aber kommt dieser Donnerschlag wirklich? Eher geht die deutsche schwarz-gelbe Regierung in die Brüche…

Dazu unsere These:
Der Euro wird weiter bestehen! Was wäre die Alternative? Nein, es gibt keine Alternative. Diese Alternativen – z.B. ein Austritt eines Staates – müssen erst noch ausgearbeitet werden. Was passiert denn mit Griechenland, wenn es Austritt? Das kann ernsthaft kein Grieche wollen. Dieses Thema könnte man unglaublich lange und facettenreich vertiefen. Lassen Sie uns das abkürzen: Wie sieht die Rettung aus?
Antwort: Euro-Bonds !!! Aber nicht unlimitiert, sondern bis zu 60 % des BIP. Der Rest ist „Privatsache“ jedes einzelnen Staates. Es wird also einen riesigen Markt für Euro-Bonds geben und einen bunten Strauß an nationalen europäischen Rentenmärkten. Mit dieser Maßnahme verschafft man dem Euro mindestens drei Jahre Zeit, in der die Hausaufgaben erledigt werden müssen. Für die Zukunft müssen Sanktionsmechanismen nicht nur erarbeitet werden, sondern sie müssen auch umsetzbar sein.

Mit Blick auf die untere Grafik
sollte man sich nicht überlegen, ob es noch Zeit für Verkäufe ist, sondern sich darüber Gedanken machen, wann man wie - am besten gestaffelt nach unten - die Kursschwäche für Zukäufe nutzt. Auch wenn manche Akteure konjunkturelles Übel befürchten, sollten die Skeptiker auch die Wahrscheinlichkeit ins Kalkül ziehen, dass die Dinge weniger schlimm werden könnten. Diese Wahrscheinlichkeit wird derzeit mit Null angesetzt. Hier liegt das positive Überraschungspotential des Dax30.

Im nächsten Teil dieser Serie setzen wir uns mit den Unterschieden im Vergleich zum Jahr 2008 auseinander und richten einen Blick auf den Goldpreis.
DAX

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