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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 18.04.2019)

Fondspreise vom 18.04.2019
MB Fund Max Value 154,63 (+0,40%)
MB Fund Max Global 82,83 (+0,36%)
MB Fund Flex Plus 60,68 (+0,05%)
MB Fund S Plus 136,62 (+0,73%)

Aktuelles

02.12.2011 WOCHENAUSBLICK: Märkte warten gespannt auf den Euro-Gipfel



WOCHENAUSBLICK: Märkte warten gespannt auf den Euro-Gipfel

Nach der jüngst starken Kursentwicklung blicken Experten mit gemischten Gefühlen auf die kommenden Handelsrunden. Technische Analysten schätzen das Bild recht optimistisch ein: "Nach einer langen Verluststrecke ist dem Dax in der abgelaufenen Woche ein Befreiungsschlag gelungen", schrieb Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen am Freitag. Christoph Geyer von der Commerzbank fügte hinzu: "Der Dax kann in der neuen Woche eine vorgezogene, kleine Jahresendrally Richtung 6.400 Punkte starten." Dafür müsse er aber zunächst seinen Kampf mit dem wichtigen Widerstand bei 6.100 Punkten nachhaltig für sich entscheiden, um den Weg für den Anstieg bis Mitte Dezember frei zu machen.

Die Experten der Landesbank Berlin dagegen wollen nach dem jüngsten Kursanstieg weiterhin keine Entwarnung geben. "Die Nachhaltigkeit des Kursanstiegs zweifeln wir stark an", schrieben sie am Freitag in ihrem Wochenspiegel."Der Markt wartet nun auf eine Bestätigung der jüngst aufgekeimten Hoffnung zur Schuldenkrise", sagte Thilo Müller von MB Fund Advisory. Gepaart mit der geldpolitischen Wende in China und dem gemeinsamen Eingreifen der großen Notenbanken hatte der steigende Optimismus die Kursgewinne in der abgelaufenen Woche ausgelöst.

ANLEGER WARTEN AUF DEN EURO-GIPFELDie Weichen dürften im Vorfeld des Euro-Gipfels am Freitag vor allem in der Eurozone gestellt werden. Deutschland werde wohl auf eine grundlegende Reform der Währungsunion drängen, ohne bereits jetzt einer gemeinsamen Anleihe zuzustimmen, schrieben die Experten der Commerzbank in ihrem Wochenausblick. "Den erhofften Befreiungsschlag wird es aber wohl auch diesmal nicht geben", zeigten sich die Experten der zweitgrößten deutschen Bank etwas skeptisch. Die Landesbank Berlin verwies obendrein darauf, dass mit dem jüngsten Kursanstieg ohnehin schon einige "Vorschußlorbeeren" im Markt eingepreist seien.

"Selbst Angela Merkel hat einen schnellen Befreiungsschlag ausgeschlossen", fügte Christian Apelt von der Landesbank Hessen-Thüringen hinzu. Die Bundeskanzlerin hatte am Freitag in ihrer Regierungserklärung die Erwartungen an eine rasche Lösung der Euro-Schuldenkrise gedämpft. Die Krise sei nicht über Nacht mit einem Paukenschlag zu lösen, so Merkel. Sie nannte als Ziel der Bundesregierung für den EU-Gipfel in der kommenden Woche, dass es zu Änderungen der EU-Verträge zur Schaffung einer Fiskalunion komme. Gemeinsam mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will sie schon am Montag in Paris an Lösungsvorschlägen arbeiten.

ZINSSENKUNG DER EZB ERWARTETVor dem Gipfel in Brüssel erwarten Experten aber zunächst noch die nächste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Mit einer erneuten Rücknahme würden die Währungshüter die beiden Erhöhungen unter Federführung des Ex-Präsident Jean-Claude Trichet wieder ausgleichen. "Der EZB-Rat dürfte den Leitzins auf 1,0 Prozent senken", sagte Michael Schubert von der Commerzbank. "Spielraum hierfür besitzt die EZB angesichts mittelfristig abnehmender Inflationsrisiken und zuletzt schwächerer Konjunkturdaten", hieß es in einem Kommentar der Banco Santander. Voraussichtlich werde der neue Notenbankchef Mario Draghi eine weitere Lockung zudem nicht ausschließen, ergänzte Schubert.

Rückblickend auf die Kurstreiber der vergangenen Woche habe die Liquiditätsflutung durch die Notenbanken die bedrohliche Lage im Bankensektor aufgezeigt, sagten die Experten der Landesbank Berlin. Andererseits hätten sie aber auch von einem entschlossenem Handeln der Währungshüter gezeugt. Als Fazit sind sich Experten einig, dass die Aktion nur die Symptome im Bankensektor bekämpft hat, aber nicht zur Lösung der Schuldenkrise beitragen wird. Am Rentenmarkt verwies die Landesbank Baden-Württemberg auf eine gewisse Entspannung der Emissionsbedingungen. Damit sei die letzte große Emissionswelle vor Weihnachten vorüber, betonten die Experten.

US-WIRTSCHAFT AUF DEM PRÜFSTANDEine erfreuliche Erkenntnis kommt nach Einschätzung der Landesbank Berlin dagegen von der US-Wirtschaft. Nach einem gelungenen Auftakt in das Weihnachtsgeschäft waren im Laufe der vergangenen Woche einige Konjunkturdaten besser als erwartet ausgefallen. Weitere Daten aus den USA wie etwa der Einkaufsmanagerindex des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes am Montag sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan am Freitag dürften dies auf den Prüfstand stellen. "Die globalen Konjunktursorgen kann dies aber nicht aus der Welt räumen", so die Berliner Experten. Einer moderaten Rezession in Europa dürfte sich auch Deutschland nach ihrer Einschätzung nicht entziehen können.

Vor dem Hintergrund der unsicheren Börsenentwicklung empfiehlt Weberbank-Experte Jens Herdack den Aktienanlegern, defensiv aufgestellt zu bleiben. "Attraktiv erscheint uns, auf Unternehmen zu setzen, die auch im Krisenumfeld solide Erträge generieren können." Als Beispiel nennt er Konsumgüterkonzerne, die auch vom demographischen Wandel in den Schwellenländern profitieren könnten.

Quelle:
dpa-AFX

Unter anderem erschienen auf:
http://www.financial-informer.de

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