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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 18.04.2019)

Fondspreise vom 18.04.2019
MB Fund Max Value 154,63 (+0,40%)
MB Fund Max Global 82,83 (+0,36%)
MB Fund Flex Plus 60,68 (+0,05%)
MB Fund S Plus 136,62 (+0,73%)

Aktuelles

21.05.2012 AKTIENFOKUS/Facebook gewinnen 8% - Kursfeuerwerk bleibt aber aus



Die Aktien des Online-Netzwerks Facebook sind am Freitag über dem Ausgabepreis in den Handel gestartet. Das von einigen Marktteilnehmern für möglich gehaltene Kursfeuerwerk ist allerdings ausgeblieben: Die Aktien des sozialen Netzwerks standen zuletzt in New York bei 41,20 US-Dollar und damit etwas mehr als acht Prozent über dem Ausgabepreis. Gestartet waren sie an der Technologiebörse Nasdaq bei 42,05 US-Dollar, mussten dann aber den ersten Rückschlag einstecken: Der Aktienkurs fiel kurzzeitig an den Emissionspreis von 38,00 Dollar zurück.


Börsianer reagierten im ersten Schritt enttäuscht auf die Erstnotiz. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sprach von einem "klassischen Fehlstart". Wetten auf ersten Kurs hatten zuvor bei bis zu 60 Dollar gelegen. Einige Broker hatten jedoch mit ihren im mittleren vierziger Bereich gestellten Indikationen recht nahe an dem wirklichen Kursniveau gelegen.

ANDERE BÖRSIANER SPRECHEN VON EINEM ERFOLG

Weitere Marktteilnehmer sprachen aber dennoch von einem Erfolg. "Es wurden mehr Aktien zu einem angehobenen Ausgabepreis platziert", sagte etwa Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Faitrade. Da sei es durchaus ein Erfolg, dass die Aktien den Ausgabepreis im offiziellen Handel noch einmal übertroffen haben. Angesichts der enormen Nachfrage hatte Facebook die Zahl der angebotenen Papiere aufgestockt und zuletzt auch noch die Preisspanne erhöht. "Die Konsortialbanken werden nun alles daran setzen, den Kurs oberhalb des Ausgabepreises zu halten", so Lipkow.

Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory wies angesichts der hohen Erwartungen an den Börsengang auf die Faszination hin, die die Papiere im Vorhinein ausgelöst hätten. Nun aber stelle sich die Frage nach Bewertung und ob diese angesichts der zukünftigen Gewinnaussichten gerechtfertigt sei. "104 Milliarden Dollar sind eine gigantische Bewertung, insbesondere wenn man sich überlegt, dass Facebook zuletzt lediglich knapp vier Milliarden Dollar Umsatz gemacht hat", so der Experte. Mit 38 Dollar sei die Aktie nur dann fair bewertet, wenn es gelingt, den Nettogewinn bis 2014 jährlich zu verdoppeln. "Das ist also ein riskantes Manöver, auf das sich die Anleger da einlassen."

GRÖSSTER INTERNET-BÖRSENGANG ALLER ZEITEN

Der Börsengang von Facebook gilt als der grösste Internet-IPO aller Zeiten. Schon der Ausgabepreis von 38 Dollar je Aktie ergab einen Börsenwert von rund 104 Milliarden Dollar - die umgerechnet 80 Milliarden Euro sind mehr als die deutschen Traditionsunternehmen BMW , Deutsche Bank und Adidas zusammen kosten. Der Umfang der Emission liegt damit leicht über dem, was bei der Börsenrückkehr von General Motors im November 2010 erlöst wurde. Zum Vergleich: Google hatte 2004 Aktien für 1,7 Milliarden Dollar verkauft und kam auf eine Gesamtbewertung von 23 Milliarden Dollar, die heute bei gut 200 Milliarden Dollar liegt.


Gerade die Bewertung und die Wachstumschancen von Facebook machen vielen Experten nun aber Kopfzerbrechen. Das grösste Problem, das viele Beobachter sehen, ist wie Facebook mit der seiner enormen Zahl an Nutzern - 901 Millionen weltweit - tatsächlich erfolgreich Geld verdienen kann. Denn der grösste Teil des Umsatzes kommt aus der Werbung. Will er das versprochene Wachstumstempo halten, muss der Konzern also neue Erlösquellen erschliessen.


Facebook ist also eine Wette auf die Zukunft - und zuletzt waren Zweifel aufgekommen, dass sie aufgeht. So will General Motors als einer der weltgrössten Werbetreibenden vorerst keine Anzeigen mehr auf Facebook schalten, weil die Nutzer dadurch kaum erreicht würden. Überdies nutzen immer mehr Nutzer Facebook auf ihren Smartphones, wo kaum Werbung zu sehen ist und entsprechend die Einnahmen ausbleiben.

Quelle:
www.nzz.ch

Unter anderem erschienen auf:
www.dpa-afx.de
www.focus.de

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