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Fondsampel

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 15.02.2019)

Fondspreise vom 15.02.2019
MB Fund Max Value 139,29 (–1,17%)
MB Fund Max Global 79,05 (–0,48%)
MB Fund Flex Plus 59,85 (–0,03%)
MB Fund S Plus 121,21 (–1,39%)

Aktuelles

20.06.2013 Hintergrundbericht von dpa-AFX: Dax dürfte sich Rekordhoch wieder nähern



Hintergrundbericht von dpa-AFX: Dax dürfte sich Rekordhoch wieder nähern -10.000 Punkte im Blick

Trotz Schuldenkrise und geringen Wachstums:
Der Dax könnte bis zum Jahresende wieder an sein Rekordniveau vom Mai heranrücken. Zuletzt drückten zwar Sorgen um die Euro-Schuldenkrise, die Flaute in einigen Schwellenländern sowie vor allem die Furcht vor dem Ende der Notenbank-Geldschwemme auf die Stimmung der Anleger. Das Rekordhoch vom 8.558 Punkte ist so erst einmal aus dem Blick geraten. Die Optimisten könnten aber bald wieder zurückkehren. Die 14 von dpa-AFX befragten Experten rechnen zum Jahresende mit einem Stand von rund 8.500 Punkten. Und auch 10.000 Punkte sind "keine Utopie mehr, sondern durchaus vorstellbar", sagt M.M.-Warburg-Stratege Carsten Klude.

Dazu muss sich nach Einschätzung von LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert vor allem das Wachstum wieder beschleunigen. "Zudem müssten die Gewinne der Unternehmen kräftig ansteigen." Das werde aber nur passieren, wenn es in der Staatsschuldenkrise in Europa nachhaltige Fortschritte gibt.
Zudem dürften die Notenbanken nicht zu stark auf die Bremse treten.
Sollte das so kommen, sei ein Dax-Stand von 10 000 Punkten bis Mitte
2014 möglich. Die seit Herbst 2011 anhaltende Rally könnte also erst einmal weitergehen. Seitdem hat der deutsche Leitindex mehr als 60 Prozent zugelegt.

Wichtigster Grund für den Anstieg war vor allem die Politik der weltweit wichtigsten Notenbanken. Diese hatten die Märkte mit Geld geflutet, die Renditen auf sichere Anlagen wie Anleihen auf nahezu null gedrückt und so für einen Boom auf den Aktienmärkten gesorgt. Vor allem professionelle Investoren wie Versicherungen oder Pensionsfonds schichteten deshalb ihre Gelder um. Dazu kam, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor gut durch die Krise kommt und die Unternehmensgewinne sprudeln. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater hält deshalb eine langsame Wende der Geldpolitik für nicht so gefährlich für den Aktienmarkt. Dies würde auf eine gesunde Erholung der Weltwirtschaft hindeute.

Die meisten Volkswirte gehen ohnehin davon aus, dass die Fed den Geldhahn nur sehr langsam zudrehen wird. Andernfalls droht ein Ende der ohnehin wackligen Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft. Aber auch bei einer langsamen Drosselung der Staatsanleihenkäufe durch die Währungshüter dürften die Renditen für Anleihen erst einmal wieder steigen und die Aktienmärkte belasten. Bereits 1994 habe der Dax nach einem massiven Anstieg der US-Renditen in der Spitze 12 Prozent verloren, schrieb DZ-Bank-Experte Christian Kahler. "Sobald den Anlegern aber klar geworden ist, dass die Wirtschaft trotz einer Drosselung der expansiven Geldpolitik weiter wachsen wird, dürfte eine potenzielle Kursdelle zügig egalisiert werden."

Ferner seien politische Störungen im Hinblick auf die europäische Schuldenkrise vor der Bundestagswahl im September unwahrscheinlich. Aber im vierten Quartal könnten wieder Diskussionen über die Lage der Schuldenstaaten wie Griechenland und Spanien belasten. "Die Eurokrise ist weiterhin für negative Schlagzeilen gut", meint auch LBBW-Experte Burkert. Zudem drückten die schwächeren Signale aus China auf die Stimmung. Dem Marktstrategen Andreas Hürkamp bereitet vor allem die Entwicklung in den Schwellenländern Sorgen. "Die deutschen Exporte in die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China werden wohl noch etwas langsamer zulegen."

Dagegen zeigen die Vereinigten Staaten Burkert zufolge - trotz rückläufiger Staatsausgaben - leichte Anzeichen einer Erholung. Zudem drohten gegenwärtig keine Inflationsgefahren - eine wichtige Voraussetzung für eine lockere Politik der Währungshüter. "Der liquiditätsgetriebene Bullenmarkt ist intakt" - wenngleich die Abhängigkeit von den Notenbanken die Gefahr von Rückschlägen berge. Die Börsen hätten sich allerdings schon auf erhebliche Belastungen und Unsicherheiten eingestellt.

Daher könnte in den kommenden Monaten die Entwicklung der Unternehmen stärker in den Blickpunkt rücken. Da viele Konzerne in der Krise ihre Hausaufgaben gemacht haben, locken hier weiter hohe Dividenden. Das sei weiter das zentrale Argument für den Schwenk von Anleihen zu Aktien, sagte Thilo Müller, Geschäftsführer bei der Beratungsgesellschaft MB Fund Advisory.

Quelle:
Lutz Alexander - dpa-AFX

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