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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist nicht investiert

MB Fund S Plus
ist nicht investiert
(Stand: 21.08.2019)

Fondspreise vom 22.08.2019
MB Fund Max Value 141,73 (+1,24%)
MB Fund Max Global 81,61 (+0,55%)
MB Fund Flex Plus 60,96 (+0,16%)
MB Fund S Plus 134,41 (+0,08%)

Aktuelles

11.02.2016 Zur aktuellen Stuation bei Aktien, Zinsen und Währungen - Sonderangebote bei deutschen Aktien



Mit einem Stand von 8.879 am gestrigen Tag hat der DAX jetzt seit Jahresbeginn über 17% und seit dem Höchststand Mitte April 2015 knapp 28% verloren.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung ?

Wenn ich ehrlich bin, kann ich Ihnen keinen nennen !

Bleibt mir fort mit China ! – Wenn ich höre „die wachsen nächstes Jahr nur 6%, dann kippt die Weltkonjunktur“, dann sollte sich jeder mal überlegen, was dieser Satz eigentlich heisst.

Das einzige was sich in den letzten 12 Monaten in unserem Land verändert hat, ist der Zustrom von Menschen, die teils aus politischer Verfolgung, aber auch zu einem großen Teil als Wirtschaftsflüchtlinge zu uns gekommen sind.

Die belasten aber zunächst nur die Staatskasse und nicht die Unternehmen.

Und viele Ökonomen sehen in dem Migrantenzustrom ja auch eine gewisse wirtschaftliche Chance (diese Meinung muss nicht jeder teilen).

Aber egal wie das ausgeht – hier ist einzig und allein die Staatskassse der Leidtragende, inwieweit dass dann über höhere Steuern refinanziert wird, steht auf einem anderen Blatt.
Wenn überhaupt hätte ich es verstanden, dass die Investoren dem Staat auch wieder eine Risikoprämie zubilligen und der Zins für 10-jährige Bundesanleihen leicht ansteigt.

Das ist auch kurzfristig passiert. Nach einem Stand von 0,15% am 10.4.2015, zogen die Renditen vorübergehend im Sommer 2015 auf bis zu 0,90% an, liegen aber mittlerweile wieder bei 0,20%
Wir reden hier wohlgemerkt über 10-JÄHRIGE BUNDESANLEIHEN – bei kürzeren Laufzeiten steht mittlerweile selbst bei 8-jährigen ein Minus vorne.

Wer kauft sowas bei klarem Verstand ?

Doch zurück zu den Unternehmen:

Auch hier liegt mir die Frage auf der Zunge:
Wer verkauft bei diesen Rahmenbedingungen (Nullzinsen, solide Unternehmensgewinne gestern, heute und morgen) denn bei klarem Verstand auf einem Niveau unter 10.000 DAX-Punkten seine Aktien ?

Die 30 großen DAX-Werte haben ein Rekordjahr 2015 hinter sich und auch die Aussichten für 2016 werden als unverändert gut bezeichnet.

Die 3 wichtigsten Kennziffern eines Value-Investors
  • Dividenden-Rendite
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis
weisen Kennzahlen auf, die noch nie so günstig waren, wie heute.
Mittlerweile finden wir im DAX über 10 Unternehmen, die eine Dividende von 5% und mehr (bezogen auf das aktuelle Kursniveau) ausschütten. Und zwar nicht nur dieses Jahr, sondern an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch im kommenden Jahr.

Wenn man (UND DAS MUSS MAN) berücksichtigt, dass das Zinsniveau bei 0 liegt, gibt es keine Anlageform, die derzeit auch nur annähernd an die Attraktivität von Aktien heran reicht.

Und in dieser Gemengelage sehe ich den DAX nach wie vor bei 20.000 Punkten eher fair bewertet, als bei 10.000 Punkten (von den aktuell 8.900 Punkten ganz zu schweigen).

Das einzig Positive an der Entwicklung der vergangenen Tage ist ja, dass ich meine DAX-Prognose für 2016 nicht korrigieren muss, da ich ja keine abgegeben habe. Die 25.000 im Jahr 2025 stehen nach wie vor !

Aber anscheinend befinden wir uns momentan an den Kapitalmärkten in einem ganz großen Irrenhaus, wo alles außer Rationalität zählt.

Ein Beispiel (von vielen): Die Deutsche Bank wird aktuell an der Börse noch mit gerade mal 18 Milliarden Euro bewertet, Facebook mit 250 Milliarden Euro ist aktuell vierzehnmal so teuer wie die Deutsche Bank.

Aber auch Daimler, Siemens BASF & Co. konkurrieren mit ihren aktuellen Börsenwerten nicht mit anderen Weltunternehmen, sondern kämpfen mit irgendwelchen Pommes-Buden in den USA, die keine Sau kennt, um Platz 328 oder 447 im weltweiten Ranking. Das ist ein Witz über den im Ausland die ganze Welt lacht. Und ein paar clevere Burschen aus dem Ausland nutzen die Situation, um sich weiter in großem Stil deutsche Aktien einzuverleiben (Mittlerweile sind über 60% der DAX-Aktien uin ausländischem Besitz).

Aber in Deutschland kaufen die Leute momentan lieber Immobilien in München, Frankfurt oder Hamburg für die 50-fache Jahresmiete !

Man könnte ja sagen: o.k. das sind immerhin 2% Miete p.a. auf die Investition

Aber da wird das 50-fache nur bezahlt, weil die Zinsen bei 0 sind. Wären die Zinsen bei 5% käme kein Mensch auf die Idee so eine Investition zu tätigen.

Und noch was: Es ist selbstverständlich, dass so eine Investition über einen Bankkredit investiert wird.
Aber wenn jemand sagt: Leute nehmt euch das Geld von der Bank zu 1% und kauft auf diesem Niveau solide deutsche Aktien (oder einen breit gestreuten Fonds, wie den Max-Value), schlagen alle die Hände über dem Kopf zusammen.

Manchmal ist es gar nicht so schlecht, Dinge zu tun, wo die Masse den Kopf schüttelt. Aber hierbei ist immer die Dosis entscheidend. „Gesunde Medizin“ kann schnell zum Gift werden.


Apropos Ausland: Völlig verrück ist z. B. die Entwicklung der südafrikanischen Währung gegenüber dem Euro. (ein weiteres Beispiel für die „Irrenhaus-Theorie“)

Satte 41% Wertsteigerung für den Euro stehen hier seit April 2015 auf der Uhr. Ich habe in der nachfolgenden Tabelle einmal die Preise von McDonald’s in Zürich und Kapstadt verglichen

Kursverhältnis am Devisenmarkt

Kursverhältnis am Devisenmarkt: 17 (!!!)

Ein Schweizer kann sich in Kapstadt die 4-fache Menge (der gleichen Ware) für sein Geld kaufen, wie zuhause in Zürich !

Aber auch für „Euro-Bezahler“ ist das Leben in Südafrika extrem preiswert, zumal – und auch das ist eine interessante Entwicklung – wir momentan die erste Krise an den Kapitalmärkten sehen, in der der Kurs des Euros gegen den Schweizer Franken steigt !

Wobei die immer noch völlig irrationale Bewertung des Schweizer Franken eine eigene „Irrenhaus-Geschichte“ ist.

Mein Fazit: Ich hoffe, dass irgendwann wieder das Blut in den Köpfen der Akteure zirkuliert und der Verstand die dominierende Rolle einnimmt.

Bis auf die Jahre 2001 und 2008 waren alle Krisen an der Börse in den letzten 100 Jahren bei -30% „abgefrühstückt“ – damit wären wir aktuell beim Espresso zum Abschluss.

Der Rest steht in meiner Kolumne für die Zeitschrift „Das Investment“, für die ich seit Anfang des Jahres im monatlichen Rhythmus als Gastautor tätig sein darf:

http://www.dasinvestment.com/der-fonds/news/datum/2016/01/13/arschbacke-entspannen-und-durch/

Allerdings ist der Text schon fast 4 Wochen alt – von daher „jetzt erst recht“

Markus Stillger

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