Home | Sitemap | Kontakt | Datenschutzerklärung | Impressum
MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel Max Plus

MB Fund Max Plus ist investiert

MB Fund Max Plus
ist investiert
(Stand: 17.09.2019)

Fondsampel S Plus

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 17.09.2019)

Fondspreise vom 17.09.2019
MB Fund Max Value 151,48 (–0,71%)
MB Fund Max Global 84,24 (+0,44%)
MB Fund Flex Plus 61,61 (+0,05%)
MB Fund S Plus 145,69 (–1,20%)
MB Fund Max Plus 99,97 (–0,01%)

Aktuelles

10.12.2018 Stellungnahme zur aktuellen Situation an den Aktienmärkten



Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitinvestoren,

der Handelstag am Donnerstag, den 06. Dezember 2018, hat den Dax um weitere 3,60% ins Minus gedrückt. Nach einem historischen Höchststand auf Schlusskursbasis am 23. Januar 2018 bei 13.559,60 Punkten erreichte der Dax am „Schwarzen Nikolaustag“ an den Börsen (Donnerstag, den 06. Dezember 2018) ein Jahrestief auf Schlusskursbasis von 10.810,98 Punkten. Dies bedeutet seit Jahresanfang ein Rückgang von 16,31% und vom Höchststand ein Rückgang von 20,27%. Das ist eine herber Rückschlag, zumal die Konjunktur zum Jahresauftakt weltweit so viel Schwung wie selten zuvor in der Geschichte hatte. Während US-Aktienanleger sich durchaus an einer erfreulichen Aufwärtsbewegung erfreuen konnten, rappelte es bei deutschen Aktien gewaltig.


Was sind die Hintergründe?

Die Hintergründe der Abwärtsbewegung sind vielfältig und liegen in der Kombination von Politik und Wirtschaft. Es sind aber vordergründig die politischen Risiken, die die Wirtschaft belasten könnten. Und hier gilt: Je diffuser die Ängste, desto gewichtiger sind diese, wenn man nicht den Weg zu einer Lösung auf der Zeitschiene skizzieren kann.

Was sind die politischen Belastungsfaktoren?

Das sind zum Beispiel Ängste vor einem „ungeregelten Brexit“, Ängste vor einem Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt (insbesondere mit China und Europa), die Schuldensituation in Italien und der damit verbunden Streit der italienischen Regierung mit der EU-Kommission um den intalienischen Staatshaushalt.
Weitere politische Belastungsfaktoren kommen aus den sog. Emerging Markets. Hier ist der Staatsbankrott in Venezuela, die Misere in Argentinien und die ausufernde Inflation in der Türkei zu nennen. Diese drei Länder hätten eigentlich gute Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Leider liegen die Probleme in den (politischen) Rahmenbedingungen für ein gutes Investitionsklima und werden sich nur langsam verbessern können. Es sind aber auch die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine (Krim-Krise) und ein mögliches Aufflackern eines Kalten Krieges zwischen den USA und Russland (INF-Vertrag).

Was sind die wirtschaftlichen Belastungsfaktoren?

Um es auf ein kurzes Fazit zu bringen: Es ist die Angst vor dem Ende des Konjunktur- und Börsenaufschwungs – also die Angst vor der Angst, dass alles nur noch schlechter werden kann, weil es so lange schon angeblich zu gut läuft. Das (auskömmliche, gute) Niveau ist dabei sekundär. Das Fass zum Überlaufen hat aber die Entwicklung der US-Zinsen gegeben. Das Annähern des Zinsniveaus über verschiedene Laufzeiten nährt die Angst vor einer sog. „inversen Zinsstruktur“, d.h. die kurzfristigen Zinsen steigen über die langfristigen Zinsen. Außerdem erhöht die US-Notenbank nunmehr seit zwei Jahren kontinuierlich die Zinsen. Aber nicht nur das. Die US-Notenbank entzieht jeden Monat dem Geldkreislauf rund 50 Mrd. USD Liquidität und baut so die in der Folge der Finanzkrise aufgeblähte Bilanz der Notenbank ab. Eigentlich eine gute Nachricht, denn es bedeutet die Rückkehr zur Normalität. Das bedeutet aber auch, dass der US-Rentenmarkt mit Renditen von knapp 3% bei 10-jährigen Staatsanleihen wieder eine etwas ernsthaftere Konkurrenz zum Aktienmarkt darstellt. Nur zum Vergleich: Die Rendite für 10-jährige Bundeswertpapiere liegt heute bei 0,22% - also keine wirklich interessante Alternative.
Bei den Unternehmen gab es aber auch einige „hausgemachte, selbstverschuldete“ Probleme. So scheint sich z.B. Bayer durch die US-Gerichtsurteile auf Schadensersatz an der Monsanto-Übernahme verhoben zu haben. Der Vorstandschef hat mit Blick auf die Marktkapitalisierung einen zweistelligen Milliardenbetrag an Aktionärsvermögen vernichtet. Auf dem Automobil- und Zulieferersektor lastet „Dieselgate“ und der Produktionstop durch die verspätete WLPT-Zertifizierungen.
Im Einzelnen haben zwar aber auch diverse Dax-Unternehmen in diesem Jahr Gewinnwarnungen an ihre Aktionäre aussprechen müssen, z.B. Daimler 2mal, BMW, Dt.Post, Fresenius Medical Care, Fresenius, HeidelbergCement, ThyssenKrupp. Auch die Deutsche Bank scheint trotz neuem Vorstandsvorsitzenden nicht zur Ruhe zu kommen.

Aber ist der Börsenabschwung gerechtfertigt?

Auf- und Abwärtsbewegungen sind an den Aktienmärkten „normales Tagesgeschäft“. Auch sollte man nicht immer alles glauben, was man hört – z.B. das Märchen von der 10-jährigen Hausse ohne Unterbrechung: Viele vergessen, dass es im jahr 2011 um den Fortbestand des Euro ging und der Dax auch wegen weltweiter Wachstumssorgen (ausgelöst durch China) von April 2015 bis Februar 2016 um rund 30% korrigierte und damit die Definition einer Baisse erfüllte. Anschließend erreicht der Dax30 im Januar 2018 einen neuen historischen Höchststand.
Auch vor dem Hintergrund der Bewertungen ist der Abschwung nicht gerechtfertigt, erst recht beim Dax30. Er befand sich in keiner Übertreibungsphase. Der langjährige historische Durchschnitt lag bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 15. Im Januar erreichte der Dax30 in der Spitze knapp 14.
Daher ein ganz klares Fazit:
Nein, der Börsenabschwung ist in dieser Härte und Konsequenz nicht gerechtfertigt.

Woher kommt Hoffnung?

Es sind die gestrigen Aussagen des Chefs von JP Morgan, der IWF-Chefin, eine Einschätzung von Goldman Sachs zur US-Konjunkturentwicklung und die US-Frühindikatoren!

Hoffnung kommt aber auch durch die Tageszusammenfassung der US-Aktienmarktbewegung am 06.12.2018:
Zusammenfassung: Nachdem die Märkte aufgrund der Verhaftung des Huawei-CFO den Tag mit schweren Kursverlusten begonnen hatte, grenzten sie nach Euro-Schluss ihre Verluste sukzessive wieder ein und stiegen dann in der letzten halben Stunde explosiv an. Auslöser war ein Bericht des "Wall Street Journals", der davon sprach, dass die Fed nach ihrem Dezember-Meeting eine abwartende Haltung einnehmen könnte. Bullischen Support erhielt der Markt heute auch von einem Dimon-Interview auf CNBC, in welchem er sich optimistisch bezüglich den Aussichten für die Wirtschaft zeigte. Die heute veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeugten von nur moderat steigenden Lohnstückkosten (bullisch) und einem weiter sehr starken Arbeitsmarkt, der es den Unternehmen allerdings zunehmend schwieriger macht genügend Arbeiter einzustellen. Der ISM-Serviceindex legte im November auf 60,3 Prozent zu, die Aktivität im entsprechenden Bereich expandierte sogar auf 62,5 Prozent. Morgen werden Investoren ihren Fokus auf den Arbeitsmarktbericht legen.

Hier die einzelnen Meldungen von 06.12.2018:
JPMorgan-CEO Dimon: Rezession 2020/2021 möglich, aber niemand kann das genau sagen. Senkung der Unternehmenssteuer ist ein signifikanter Rückenwind.
06.12.18, 20:02
JPMorgan-CEO Dimon: Normalisierung der Geldpolitik ist gut. Datenabhängige Fed sollte den Bewegungen am Aktienmarkt nicht zu viel Beachtung widmen.
06.12.18, 20:00
JPMorgan-CEO Dimon: Einer starken Wirtschaft stehen geopolitische Unsicherheiten gegenüber. Handelskonflikt weiterhin nur Geplänkel, aber Markt mag keine Unsicherheit.
06.12.18, 19:55
Der GDP-Tracker von Goldman für das vierte Quartal verbleibt unverändert bei 2,4 Prozent.
06.12.18, 17:10
IWF Lagarde: Globale Wachstumssorgen sind übertrieben.
06.12.18, 17:56
Die Aktivität im amerikanischen Service-Sektor hat sich im November beschleunigt und steigt um 2,7 Punkte auf 65,2 Prozent. Der New Orders-Index legt ebenfalls zu und steigt um einen Punkt auf 62,5 Prozent, während der Employment-Index 1,3 Punkte auf 58,4 Prozent verliert. Alle 17 Sektoren verzeichnen ein Wachstum, allerdings macht der Mangel an Arbeitskräften den Unternehmen zu schaffen.
06.12.18, 16:08
… und die ISM-Zahlen im produzierenden Gewerbe (auch ein US-Frühindikator) waren am Dienstag schon stark, insbesondere die Neuaufträge. Und die Preiskomponente hat etwas an Dynamik verloren (Inflationsdruck lässt nach).

Was gibt Orientierung?

Es sind die sehr niedrigen Bewertungen an den europäischen Aktienmärkten. Exemplarisch die wichtigsten Kennziffern für den Dax30 – trotz diverser Gewinnrevisionen nach unten:
KGV von rund 11 (historischer Durchschnitt bei knapp 15), Dividendenrendite von rund 3,7% und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,33 (historischer Durchschnitt von 1,6).
Trotz aller Gewinnwarnungen in diesem Jahr werden die Dax-Unternehmen ein Rekordvolumen an Dividenden für das Geschäftsjahr 2018 im Frühjahr 2019 in Höhe von 38,6 Mrd. Euro ausschütten.

Wie lautet unser Rat?

Also definitiv nicht die Nerven verlieren und Aktien verkaufen – im Gegenteil: Wenn es Aktien im Sonderangebot gibt, sollte man Aktien und in Aktien investierende Fonds kaufen – nicht verkaufen!!!
Klingt eigentlich logisch, fällt aber dem einen oder anderen so schwer… Insbesondere, wenn die aktuelle Marktphase noch etwas andauert. Man sollte daher sukzessive die Schritte zum Vermögensaufbau vollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

MB Fund Advisory GmbH
Max Value-Tower
Brüsseler Straße 5
65552 Limburg a.d.Lahn
Tel.: +49-(0)6431-9473-0
Fax: +49-(0)6431-9473-73
info@mbfa.de
www.mbfa.de


zurück