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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel

MB Fund S Plus ist nicht investiert

MB Fund S Plus
ist nicht investiert
(Stand: 22.08.2019)

Fondspreise vom 22.08.2019
MB Fund Max Value 141,73 (+1,24%)
MB Fund Max Global 81,61 (+0,55%)
MB Fund Flex Plus 60,96 (+0,16%)
MB Fund S Plus 134,41 (+0,08%)

Aktuelles

24.07.2019 „Die Besonderheit ist die große Flexibilität unseres Fonds“ – Interview mit Thilo Müller im AnleihenFinder



KMU-Anleihen stehen derzeit hoch im Kurs – auch bei Fondsmanagern. Ein Renten-Fonds, der Anleihen mittelständischer Unternehmen in seinem Portfolio hat, ist der MB Fund Flex Plus (WKN A0F6X2), ein Fonds der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG in Luxemburg, der von der MB Fund Advisory GmbH in Limburg betreut wird. Wir haben mit Thilo Müller, einem von drei Geschäftsführern der MB Fund Advisory GmbH, über deren Fonds und den Bondmarkt gesprochen.

Link zum Interview auf www.anleihen-finder.de

Anleihen Finder:

Hallo Herr Müller, was unterscheidet Ihren Anleihen-Fonds von anderen Fonds? Welche Strategie verfolgen Sie mit dem MB Fund Flex Plus?

Thilo Müller:

Der MB Fund Flex Plus ist eine Verbindung von Euro-Rentenkurzläufern, geldmarktnahen Komponenten und einem Absolut Return-Ansatz. Die Besonderheit ist die große Flexibilität des Fonds, d.h. er investiert „Benchmark-unabhängig“.

Schwerpunkt der Euro-Rentenanlage ist dabei der Restlaufzeitenbereich 0 bis 5 Jahre im Investmentgradebereich. Allerdings können auch Emissionen ohne Rating oder im Non-Investmentgradebereich Eingang in das Fondsvermögen finden. Der momentane Schwerpunkt liegt bei Unternehmensanleihen. In normalen „Zins-Zeiten“ (also ein positiver 3-Monats-Euribor) werden variabel verzinsliche Anleihen stärker berücksichtigt. Fremdwährungsanleihen haben jeweils Beimischungscharakter.

Der Absolut-Return-Gedanke wird durch den Einsatz von Derivaten in begrenztem Umfang umgesetzt. Zudem rundet der Einsatz von Zertifikaten und Genussscheinen die Einsatzpalette ab. Diese Instrumente werden nur zeitweise eingesetzt und haben lediglich Beimischungscharakter.

Anleihen Finder:

Welche Rendite streben Sie mit dem Fonds an?

Thilo Müller:

Die Zielrendite soll der 3-Monats-Euribor mit einem Aufschlag von 200 Basispunkten sein (bei einer Zielspanne der Rendite von 3-Monats-Euribor von +/- 200 BP) und eine Volatilität von 3,0 bis 4,5%. Das Year to Date-Ergebnis zum heutigen Anteilspreis von 61,14 Euro liegt dabei mittlerweile bei +5,07% bei einer Year to Date-Volatilität von 1,86%.

Anleihen Finder:

Allerdings konnten diese Ziele nicht immer erreicht werden?

„Trampolin-Effekt nach Krisenjahren“

Thilo Müller:

Das stimmt, in den Krisenjahren 2008 und 2011 wurden die selbstgesteckten Ziele nicht erreicht. In den Folgejahren wurden die Kursrückgänge dann aber wieder aufgeholt. Nach der Pleite von Lehman Brothers wollte in 2008 keiner mehr Anleihen kaufen und der Interbankenmarkt ist zusammengebrochen. Einen abermals schweren Rückschlag erlitt der Anleihemarkt im Jahr 2011 mit einer Eskalation des Euro-Mitgliedes Griechenland. Damals wurde über den Fortbestand des Euro diskutiert. Auch zu dieser Zeit gingen die Spreads für Anleihen weit auseinander. In einem für Rentenfonds schwierigem Umfeld 2018 musste der Fonds eine weitere Delle verkraften. Ausschlaggebend war sicherlich am Jahresanfang 2018 die Angst vor steigenden Zinsen im Umfeld einer Hochkonjunktur, die die amerikanische Notenbank zu Zinsanhebungen veranlasste. Im 4. Quartal 2018 war vor allem die mangelnde Liquidität in diversen Marktsegmenten des Rentenmarktes eine Belastung. In diesem Umfeld wurden aber einige besonders günstige Käufe getätigt, die die Basis für die Kurserholung im Jahr 2019 bildete. Rückwirkend kann man nach einem mageren Vorjahr – wie 2008, 2011 und 2018 – eine Art Trampolin-Effekt in den Jahre danach (2009, 2012 und 2019) erkennen, der dann aber den Anteilspreis unter Berücksichtigung der Ausschüttung in einer starken Aufwärtsbewegung immer wieder zu neuen historischen Rekordmarken führte. Rücksetzer im Anteilspreis waren immer besonders günstige Einstiegsgelegenheiten.

Anleihen Finder:

Wie gestalten sich die Restlaufzeiten Ihres Anleihen-Fonds?

Thilo Müller:

Wir fühlen uns mit folgender Restlaufzeitenstruktur im MB Fund Flex Plus sehr gut aufgestellt: Die durchschnittliche Restlaufzeit auf das Fondsvermögen beträgt 3,33 Jahre: Restlaufzeitenbereich bis 3 Jahre bei 57,5% (inkl. Kasse und Fonds, die wir beigemischt haben) – Restlaufzeitenbereich 3 bis 5 Jahre bei 21,98% – Restlaufzeitenbereich 5 bis 10 Jahre bei 9,20%.

Anleihen Finder:

In welchen Marktsegmenten sind Sie mit dem MB Fund Flex Plus investiert? Berücksichtigen Sie auch Mittelstandsanleihen? sind ein ganz wichtiger Baustein“

„Anleihen mittelständischer Unternehmen sind ein ganz wichtiger Baustein“

sind ein ganz wichtiger Baustein“

Thilo Müller:

In einem Umfeld historisch niedriger Zinsen, in dem selbst 10-jährige Bundesanleihen mittlerweile negative Renditen haben, ist es für jeden Rentenfonds schwierig, überhaupt positive Renditen zu erwirtschaften. Durch eine extrem breite Risikostreuung und die hohe Flexibilität haben wir diese Herausforderung ganz gut bewältigen können und glauben auch, in Zukunft erfolgreich zu sein. Das Marktsegment der mittelständischen Anleihen ist dabei ein ganz wichtiger Baustein im Bereich der Unternehmensanleihen. Natürlich muss man sehr viel Zeit in die Analyse der Unternehmen stecken, doch dafür wird man unter dem Strich mit noch erfreulich positiven Renditen entlohnt.

Anleihen Finder:

Können Sie uns konkrete Investments in diesem Bereich nennen?

Thilo Müller:

In unserem Portfolio finden sich größere Anleihen von bekannteren Namen wie DIC Asset AG, Encavis AG, Sixt Leasing AG oder der Grenke AG, aber auch sehr viele kleinere und unbekanntere Emittenten, die wir in sehr kleinen Anteilen beimischen. Hierzu zählen z.B. die Deutsche Bildung Studienfonds-Anleihe, die eterna Mode Holding GmbH, die Eyemaxx Real Estate AG, Ferratum Capital Germany GmbH, Lang & Cie Real Estate Beteiligungs AG und die paragon GmbH & Co. KGaA. Mit dieser breiten Streuung können wir mögliche Risiken gut abfedern. Ansonsten haben wir einige wenige Wandelanleihen, sind aber auch etwas stärker bei Nachranganleihen investiert. Die größte Position ist dabei eine Einmaligkeit auf dem deutschen Kurszettel: Eine Kombination aus Nachrang- und Wandelanleihe, die die Encavis AG an den Markt gebracht hat. Bei soliden Unternehmenszahlen und einem interessanten Geschäftsmodell haben wir gerne Marktopportunitäten zum günstigen Einstieg genutzt.

Anleihen Finder:

Was ist Ihre Anleger-Zielgruppe und wie sieht Ihre Investorenstruktur derzeit generell aus?

„Sportlicher Geld parken“

Thilo Müller:

Die Zielgruppe sind diejenigen Anleger, die ihre Liquidität etwas „sportlicher parken“ wollen. Dazu zählen insbesondere Privatpersonen als auch Unternehmen, aber auch institutionelle Kunden, die im Rahmen ihrer Liquditätssteuerung für einen bestimmten Teil etwas mehr Risiko eingehen können als auf Festgeld, bei dem sie täglich verlieren. Auch Dachfonds, Vermögensverwaltungen sowie kirchliche Einrichtungen sind im MB Fund Flex Plus investiert. Die Anteilseignerstruktur ist sehr breit gestreut. Es gibt weniger als ein halbes Dutzend Adressen, die momentan mehr als 1 Mio. Euro investiert haben. Das sorgt für große Stabilität und ist damit wichtige Basis für den antizyklischen Aufbau von Positionen in unruhigen Marktphasen.

Anleihen Finder:

Sind Sie und Ihre Vorstandkollegen ebenfalls in Ihrem Fonds investiert?

Thilo Müller:

Ja natürlich – das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Aus tiefster Überzeugung investieren wir in das eigene Produkt und halten dort unsere Liquidität. Wir zählen damit zur größten Investorengruppe und sitzen mit unseren Investoren gemeinsam in einem Boot. Das bildet Vertrauen und wird von unseren Kunden sehr geschätzt.

Anleihen Finder:

Abschließend: wie schätzen Sie das aktuelle Marktumfeld ein?

Thilo Müller:

Aufgrund der weltweit abnehmenden Konjunkturdynamik gibt es kaum eine Notenbank, die einen restriktiven geldpolitischen Kurs fährt. In den letzten Monaten hat sich in aller Deutlichkeit abgezeichnet, dass die expansive Geldpolitik im Yen und Euro weiter fortgesetzt wird bzw. sich sogar wieder beschleunigen kann. In den USA geht es hingegen nicht mehr um die Frage, ob die Leitzinsen weiter steigen. Wenn man dort bei der momentanen Geldpolitik des aggressiven Abwartens überhaupt eine Richtung ausmachen kann, dann sind es Leitzinssenkungen. In diesem Umfeld haben sich im 1. Halbjahr 2019 alle Rentenbestände gut entwickelt. Dem großen Zinstrend folgend haben die Rentenbestände im US-Dollar seit Jahresbeginn sich sogar sehr gut entwickelt. Ein Großteil davon wurde im Jahr 2018 gekauft. Es gibt momentan keinen Grund, diesen Bestand zu verändern. Euro-Staatsanleihen mit negativen Renditen machen aus unserer Sicht hingegen keinen Sinn und werden weiter gemieden.

Anleihen Finder:

Herr Müller, vielen Dank für das Gespräch.

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