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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel Max Plus

MB Fund Max Plus ist nicht investiert

MB Fund Max Plus
ist nicht investiert
(Stand: 24.09.2020)

Fondsampel S Plus

MB Fund S Plus ist nicht investiert

MB Fund S Plus
ist nicht investiert
(Stand: 24.09.2020)

Fondspreise vom 24.09.2020
MB Fund Max Value 118,35 (+0,68%)
MB Fund Max Global 81,87 (–0,51%)
MB Fund Flex Plus 57,92 (+0,03%)
MB Fund S Plus 98,33 (+0,23%)
MB Fund Max Plus 63,68 (–0,02%)

Aktuelles

23.03.2020 Neues vom Fondsmanagement - Corona



Liebe Mit-Investoren,

ich habe den gestrigen und heutigen Tag genutzt, um ohne den ständigen Blick auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und Börsenkurse einmal etwas zu „entschleunigen“ und habe viele Gespräche geführt.

Die wichtigste Erkenntnis für mich: Alle, mit denen ich gesprochen habe, sind ruhig und zuversichtlich, dass es nach dieser – für uns alle ungewohnten Situation – auch in absehbarer Zeit wieder „normale“ Lebensumstände gibt.

Es gibt kurz-, mittel- und langfristige Aspekte, die wir im Auge behalten müssen.

Aber als erstes muss die Verbreitung dieses verdammten Virus unter Kontrolle gebracht werden!
Dem muss alles untergeordnet werden, um mögliche Spätfolgen so gering wie möglich zu halten.

Heute abend hat Bundeskanzlerin Merkel weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben bekannt gegeben.

Ich bin überzeugt: Diese Schritte sind absolut notwendig (und alternativlos) und werden dafür sorgen, dass der aktuelle Ausnahmezustand auf Sicht auch wieder beendet sein wird.

Die Begründung ist ganz einfach:

Ich bin kein Mediziner, aber die Gefahr des Corona-Virus kann man auch auf dem Gebiet der Mathematik – in dem ich eher zuhause bin – anschaulich erklären.

1. Wir haben eine Viruserkrankung, gegen die es (noch) keinen Impfstoff gibt. Bei vielen Menschen ist diese Erkrankung kein Problem, bei einigen (Experten gehen von 10-15% aus) sehr wohl.

2. Wir haben eine begrenzte Anzahl an Behandlungskapazitäten (Krankenbetten, Ärzte, Pfleger, Beatmungsgeräte etc.)

3. Wir müssen unbedingt eine Situation vermeiden, in der die ärztliche Versorgung eines Patienten nicht mehr gewährleistet ist.

Deshalb muss es dem Virus – so weit es geht - erschwert werden, sich zu verbreiten.

Momentan haben wir einen sogenannten „exponentiellen“ Anstieg der Erkrankungen

https://www.n-tv.de/wissen/Warum-wir-die-Corona-Gefahr-unterschaetzten-article21654997.html

Man kann sich das so vorstellen:

Wir sitzen in einem Zug, der sein Tempo stetig beschleunigt – wir wissen aber alle, dass irgendwann (in weiter Ferne) die gerade Strecke in eine leichte Kurve mündet.
Deshalb MUSS die Beschleunigung verringert werden.
Wenn der Zug nicht mehr beschleunigt, sondern seine Geschwindigkeit konstant hält, ist das ein erster Schritt, der die Fahrgäste aufatmen lässt.
Und im nächsten Schritt wird der Bremsvorgang eingeleitet und der Zug passiert sicher die Kurve.

Wenn jeder Mensch in unserem Land am Tag 100 Kontakte hat, bestehen theoretisch 100 Ansteckungsmöglichkeiten.
Wenn jeder nur 2 Kontakte hat, bestehen nur 2 Ansteckungsmöglichkeiten.

Das bedeutet: Je weniger Kontakte die Menschen in unserem Land miteinander haben, umso schneller wird die Beschleunigung der Infektionen abgebremst.

An dem Tag, wo weniger Neuerkrankungen, als am Vortag verzeichnet werden, haben wir den entscheidenden Schritt geschafft.

Dieser Tag wird für eine unglaubliche Beruhigung sorgen!

Ich persönlich glaube, dass das von heute an gerechnet keine 14 Tage dauert, aber die Behörden müssen natürlich einen Sicherheitspuffer einbauen.

Auf der Seite der Johns Hopkins University (Baltimore/USA) werden weltweit die Daten der Erkrankungen erfasst und mehrmals täglich aktualisiert.

https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Das Robert-Koch-Institut aktualisiert die Zahlen einmal täglich für Deutschland (aufgeteilt nach Bundesländern bzw. Landkreisen)

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

Wir werden von diesem Wochenende an, diese beiden Seiten aufmerksam verfolgen und die Zahlenreihen analysieren und Ihnen bei Bedarf auch weitere Infos hierzu zur Verfügung stellen. Ich glaube hier sieht man sehr anschaulich, in welcher Phase der Pandemie wir uns befinden.

Interessant wäre aber auch die Zahl zu kennen, wie viele der Infizierten sich denn stationär in Behandlung befinden.

Kommen wir zu den wirtschaftlichen Folgen:

Die Entscheidungen des heutigen Tags spielen nach meiner ersten Einschätzung lediglich eine untergeordnete Rolle, da die gravierenden Einschränkungen (Schließung aller Geschäfte, Hotels und Gastronomiebetriebe) bereits im Laufe der vergangenen Woche vollzogen wurden und wir auch vor der heutigen Verkündung davon ausgegangen sind, dass das ein paar Wochen dauert.

Die kolportierten Zahlen von Hilfspaketen werden zwar immer größer, aber bis jetzt vermisse ich klare und einfache Hilfen, die schnell bei den betroffenen Unternehmen ankommen. Aus meiner Sicht rächt es sich jetzt, dass im Bundestag nur noch sehr, sehr wenige Unternehmer sitzen und in Sachen Wirtschaft teilweise Äußerungen fallen, die von einer Laienspielschar stammen könnten.

Den Vogel abgeschossen hat aus meiner Sicht Grünen-Chef Habeck, der in der „HEUTE-Sendung“ des ZDF am 9. März ernsthaft Hotel und Restaurantbesitzern die Empfehlung aussprach, doch jetzt in der freien Zeit die Ölheizung durch moderne energiefreundliche Technik zu ersetzen.

Wo diese Branche in der aktuellen Situation die Mittel her nehmen soll, bleibt sein Geheimnis.

Wenn wir nach der Corona-Krise Alternativen zu Döner-Buden (bitte nicht falsch verstehen – ich gehe da auch ab und zu gerne hin) habe wollen, muss dieser Branche ganz schnell und konkret geholfen werden.
Auch im Einzelhandel „brennt es“ – hier sind ebenfalls schnelle und unkomplizierte Hilfen unabdingbar.

Am Monatsende werden Mieten, Zinsen, Löhne und vieles andere fällig, allerspätestens bis dahin müssen die Hilfspakete konkretisiert sein und auch unkompliziert abgerufen werden können.

Finanzminister Olaf Scholz hat in einer Pressekonferenz am 13. März gesagt: “Wir werden ohne Begrenzung Kredite bereitstellen. Es wird nicht gekleckert, es wird geklotzt.”
Und sein Kollege Peter Altmeier aus dem Wirtschaftsressort ergänzte am 17. März bei „Hart aber Fair“ in der ARD:
„Wir haben so viele Reserven, dass wir versprechen können, dass wir alles tun, dass kein Arbeitsplatz und kein gesundes Unternehmen schließen muss und verloren geht.“

Meine Herren – bitte näher treten und liefern!

Ich hätte ein paar Ideen:

1. Der Staat übernimmt am Monatsende (und auch Ende April) alle Minijob-Löhne. Das kostet bei 7 Mio Minijobs zweimal 3,2 Milliarden Euro und nimmt Millionen Menschen die (z.B. in der Gastronomie oder im Einzelhandel sich das nötigste dazuverdienen, um am Monatsende die Miete bezahlen zu können) die Existenzangst.

2. Sämtliche Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer) werden ausgesetzt und die bereits geleisteten Vorauszahlungen im 1. Quartal werden erstattet (das geht per Knopfdruck und ohne langwierige Bearbeitungsformulare). Und sollte es Firmen geben, die auch in 2020 Gewinne machen, zahlen die dann mit der Steuererklärung Ihren Obolus. Der jährliche Zeitverlust kostet den Staat in der aktuellen Nullzins-Situation kein Geld, bringt aber allen Unternehmen lebensnotwendige Luft zum Atmen.

3. Der Staat sollte sich mit 25,1% an systemrelevanten Unternehmen wie z.B. Deutsche Bank, Lufthansa, Daimler, Allianz, Siemens oder Deutsche Telekom beteiligen. Ich bin mir relativ sicher, dass der Staat dann in 1-2 Jahren sich mit einem hohen Gewinn aus diesen Beteiligungen wieder „verabschieden“ kann. Und mit einer „Sperrminorität“ kann auch eine aktionärsunfreundliche „Selbstbedienungsmentalität“, wie sie z.B. bei der Deutschen Bank herrscht (ich bin fassungslos, dass dort in der aktuellen Situation Boni gezahlt werden) in die Schranken gewiesen werden.

4. Bei Gastronomie und Einzelhandel sollte über eine befristete Umsatzsteuerreduzierung nachgedacht werden.

5. Und, und, und…

An der Börse gab es zum Wochenende eine leichte Beruhigung – gleich geht der Tanz weiter – ich rechne weiter mit starken Schwankungen und hoher Nervosität.
Aber ich habe ein viel besseres Gefühl als vor einer Woche, dass wir das Schlimmste hinter uns haben.

Am vergangenen Freitag lief eine Meldung über die Ticker, die ich für sehr bemerkenswert halte.

Heinz-Hermann Thiele – die wenigsten werden ihn kennen – ein Mann im besten Alter (Jahrgang 1941, geboren in Mainz und erfolgreicher Unternehmer) meldete in einer gesetzlich vorgeschrieben Stimmrechtsmitteilung, dass er in der vergangenen Woche über 10% der Anteile an der Lufthansa erworben hat.

Der Mann macht es richtig!

Bedenken Sie immer: Die Börse läuft den Entwicklungen nicht hinter her, sondern nimmt sie vorweg.

Wir bleiben für Sie am Ball und versuchen das Beste daraus zu machen.

Bleiben Sie positiv in der Lebenseinstellung und negativ beim Corona-Befund.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Stillger
Geschäftsführer

MB Fund Advisory GmbH
Max-Value-Tower
Brüsseler Str. 5
65552 Limburg

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