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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel Max Plus

MB Fund Max Plus ist nicht investiert

MB Fund Max Plus
ist nicht investiert
(Stand: 07.08.2020)

Fondsampel S Plus

MB Fund S Plus ist nicht investiert

MB Fund S Plus
ist nicht investiert
(Stand: 07.08.2020)

Fondspreise vom 07.08.2020
MB Fund Max Value 118,51 (–0,51%)
MB Fund Max Global 82,69 (+/-0,00%)
MB Fund Flex Plus 57,51 (+0,09%)
MB Fund S Plus 120,47 (–0,12%)
MB Fund Max Plus 72,09 (+0,45%)

Aktuelles

09.04.2020 Angst ist ein schlechter Ratgeber - Teil 4 - Update



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mit-Investoren,

wir möchten uns vor Ostern erneut mit einem Update zur aktuellen Situation an den Finanzmärkten melden, die auch weiterhin im Zeichen der Corona-Krise in einem Spannungsfeld zwischen Hoffen und Bangen stehen.

Dabei widmen wir uns heute folgenden Fragestellungen und liefern ein Update zu unserem vorherigen Info-Mails:
- Was unterscheidet die Corona-Krise von allen anderen Krisen in der Historie?
- Was ist für die Finanzmärkte entscheidend?
- Ein Update zum Gesundheitsbereich
- Chancen und Risiken für die Finanzmärkte – wie geht es weiter an der Börse

Zunächst einmal möchten wir bei dieser Corona-Krise mit Auswirkungen auf die Finanzmärkte einmal anmerken, was sie von anderen in der Historie unterscheidet: 1. Die Corono-Krise ist endlich: Bis Herbst 2021 ist alles vorüber! Warum? Wahrscheinlich gibt es spätestens in 1 bis 1,5 Jahren einen Impfstoff und vielleicht schon in den nächsten Wochen und Monaten werden diverse Therapeutika zum Einsatz kommen. Durch den Einsatz von Therapeutika sind wir optimistisch, dass sich die wirtschaftlichen Auswirkungen in Grenzen halten – dazu weiter unten mehr. Falls alles nichts geholfen hat, sind wir weltweit zumindest der Herdenimmunität sehr nahe gekommen.
2. Aufgrund der Finanzkrise 2008/2009 sind Staaten, Notenbanken und Unternehmen „krisenerprobt“, d.h. man kann jetzt schneller die richtigen Entscheidungen treffen und muss nicht neue Instrumente – wie z.B. den Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) mit einem Volumen von mindestens 400 Mrd. Euro – erfinden bzw. aufsetzen.
3. Die Weltwirtschaft – insbesondere USA, Asien und Europa – befanden sich bei Ausbruch der Corona-Krise in einer Hochkonjunktur. Die Polster der Unternehmen sind eher hoch als niedrig einzuschätzen, zumal die Geschäfte in Januar und Februar 2020 sehr gut gelaufen sind.
4. Es existiert kein Schuldiger wie z.B. in der Finanzkrise 2008/09 (Stichwort „Zockerbanken“, „toxisches Verbriefungen“ usw.), d.h. über Parteigrenzen hinweg und in der Gesellschaft werden im großen Konsens Hilfe auf den Weg gebracht – egal ob von staatlichen Instiutionen, Unternehmen oder privaten Initiativen, aber auch im famliären und nachbarschaftlichen Umfeld – Wir stehen zuammen! ..von wenigen Ausnahmen abgesehen…

Was ist die alles entscheidende Frage für unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben – und damit auch für die Börsen:
Wie kann man das Gesundheitssystem in die Lage versetzen, die Corona-Krise zu bewältigen?

Die Zahl der Krankenbetten auf Intensivstationen und Beatmungsplätze wurde erhöht. Das ist aber auch nicht beliebig zu steigern, weil dazu auch Ärzte und Pflegekräfte benötigt werden.
Wenn es interessiert, wie es hier – auch in Ihrer Umgebung – aktuell aussieht der Link zum offiziellen Register:
https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

Da es noch keine Impfstoffe gibt und mit Therapeutika momentan erst Studien laufen, muss zunächst auf anderen Wegen die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt werden. Hier gibt es verschiedene Maßnahmen, die uns in letzter Zeit ja alle beschäftigen:
1. Tests, um festzustellen, wie viele Infektionen es gibt – das ist zur Zeit aber auch ein Engpassfaktor.
2. Zahl der Infektionsketten unterbrechen (Stichworte: Quarantäne, Kontakt mit Gesundheitsamt)
3. Soziale Kontakte reduzieren: Ausgangssperre/Versammlungsverbot/Kontaktverbot/ Schließung von Schulen, Kitas, Universitäten, Sportstätten, Restaurant, Bars, Einzelhandel (außer Lebensmittel)/keine Großveranstaltungen/ Besuchsverbot in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen.

Aufgrund der beiden letzten Punkte (also 2. und 3. Im letzten Abschnitt) gibt es den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen „Lockdown“, der uns in eine Rezession bringt.

Die entscheidenden Fragen für die Zukunft an den Börsen lauten:
- Wie lange bleibt die Wirtschaft in der Schockstarre bzw. wann kann wie schnell die restriktive Situation gelockert werden?
- Und unter der Annahme, dass die Corona-Krise endlich (Hebst 2021 ist alles vorbei!) ist: Welche Unternehmen können mit welchen Maßnahmen am Leben gehalten werden, um in der Zeit nach der Pandemie auch wieder alle Aufwärtspotentiale zu nutzen? Dazu äußern wir uns in einem späteren Beitrag.

Zur Frage „Wie lange?“
Alle Lösungen richten sich nach der Belastung des Gesundheitssektors
, damit alle Infizierten und sonstigen Kranken versorgt werden können:
1. Impfstoff: Ist noch nicht verfügbar
2. Therapeutika: Nur Studien, momentan noch nicht in der Breite einsetzbar.
3. Verlangsamung der Ausbreitung, d.h. z.B. die Verdoppelungszeiten müssen steigen. Für das RKI ist der sog. R-Faktor wichtig. Diese ist eine statistische (Berechnungs-) Größe und besagt, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Dieser Faktor muss auf unter 1. Nur so werden es weniger Neuinfektionen. Zur Zeit liegt der Faktor bei 1,2 bis 1,5 (Angabe RKI vom 07.04.2020). Das ist noch zuviel! Also wird sich vor dem 20.04.2020 nicht keine Lockerungen der Kontaktsperren geben – so einfach die Antwort

Was gibt es für Neuigkeiten im Gesundheitsbereich?

Impfstoff:
Es gibt weltweit ca. 60 Impfstoffprojekte. Die meisten Experten rechnen mit einem Impfstoff im Frühjahr 2021. Die Spannen reichen von Herbst 2020 (Aussagen von Cure Vac AG aus Tübingen) bis sogar Sommer 2021.

Therapeutika:
Hier gibt es sehr viele Ansätze. Zu den unserer Meinung nach erfolgversprechendsten Ansätzen zählen zwei Therapeutika (Remdesivir von Gilead Sciences und Avigan von FujiFilm Holdings), die bereits eine Zulassung in einzelnenn Ländern und in entsprechenden Therapiefeldern haben. Dies hat den Vorteil, dass bei entsprechend positiven Studienergebnissen beim Einsatz gegen das Corona-Virus, ein schneller Einsatz erfolgen kann. Zu beiden Mitteln gab es sehr erfreuliche Meldungen.

Meldung vom 07.04.2020 zu Remdesivir
Schwerkranke dürfen Ebola-Mittel testen. Wenn nichts gegen Corona hilft
https://www.n-tv.de/wissen/Schwerkranke-duerfen-Ebola-Mittel-testen-article21699874.html

Meldung vom 01.04.2020 zu Avigan
Das Bundesgesundheitsministerium hat die Beschaffung von Avigan, einem antiviralen Medikament, und anderen Arzneimitteln wie Kaletra, Foipan sowie chloroquin- und hydroxychloroquinhaltige Produkte eingeleitet. 01.04.20, 20:46

Zur aktuellen Situation in Deutschland:
Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Deutschland und der John Hopkins University geben einen Überblick über die Zahlen in Deutschland bzw. weltweit. Diese Daten entnehmen Sie ohnehin den täglichen Nachrichten auf verschiedenen Medien. Die gemeldeten Daten sind alles bestätigte Fälle nach Labortests.

Die große Unsicherheit besteht allerdings darin, wie groß die Dunkelziffer ist. Hier gibt es unter Experten unterschiedliche Meinungen. Prof.Dr. Lothar Wieler, der Präsident des RKI vermeidet es auf erneute Nachfrage von Journalisten Schätzungen zu nennen – z.B. in der Pressekonferenz vom 07.04.2020. Prof. Dr. Christian Drosten von der Berliner Charité, ein weiterer führender Virologe in Deutschland, schätzt die Dunkelziffer der mit dem Corona-Virus infizierten Personen als sehr niedrig ein. Damit ist man von der Herdenimmunität noch sehr weit entfernt. Evtl. geben Antikörpertests hier mehr Aufschluss. Über deren Stärken und Schwächen äußert sich auch Prof. Dr. Christian Drosten in seinem Podcast. Hier der Link zum Podcast Nr. 29 vom 07.04.2020:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/29-Tests-muessen-gezielter-eingesetzt-werden,audio664770.html
(Ca. Minute 19 zu Stärken und Schwächen von Antikörpertests, ca. Minute 22 und 15 Sekunden Einschätzung über die Dunkelziffer der Infektionen, ca Minute 25 und 30 Sekunden zu R-Faktor und Zerokonversionsrate)

Allerdings gibt es zum Thema Dunkelziffer auch eine sehr konträre Meinung, über die gestern Abend berichtet wurde. Demnach seien die in Deutschland bekannten Fälle nur 15,6% aller Gesamtinfektionen. Das wäre eine sehr hohe Dunkelziffer, denn bei etwas über 100.000 gemeldeten Infektionen in Deutschland wäre die Gesamtzahl bei über 640.000 Infektionen. Das bedeutet, dass das Corona-Virus weitaus ansteckende, aber auch weitaus weniger gefährlich als angenommen ist (ohne den Einzelfall zu verharmlosen). Hier der Link zum Artikel:
Forscher berechnen Corona-Dunkelziffer. Nur jeder sechste Fall bekannt
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-berechnen-Corona-Dunkelziffer-article21703455.html

Wie geht es an die Börsen weiter?
Der Toilettenpapierverkauf ist der neue Gradmesser für Angst in Deutschland, aber auch an der Börse. Nun wird berichtet, dass der Verkauf von Toilettenpapier einbricht, parallel geht die Angst an der Börse etwas zurück und die Hoffnung auf Lockerungen des Kontaktverbotes in verschiedenen Ländern beflügelt. Natürlich gibt es viele Risiken, aber es gibt auch viele Chancen. Das niedrige Niveau der Börsenkurse wird von manch starker Hand genutzt. Nachfolgend einige – unvollständige – Überlegungen.

Risiken:
- Wir bekommen die Zahl der Neuinfektionen nicht in den Griff und unser Gesundheitssystem ist überlastet.
- Wir lockern die Kontaktsperren zu früh und bekommen weitere Infektionswellen.
- Damit würde die gesamte wirtschaftliche Situation lang anhaltend schwieriger und im Endeffekt teurer.
- Es droht eine Staatsschuldenkrise

Chancen:
- Angst vor Übernahmen wächst – Das war die Seite 1-Überschrift im Handelsblatt vom 08.04.2020
- Saudischer Staatsfonds kauft Aktien von Ölgesellschaften – Gerücht am Aktienmarkt am Vormittag des 09.04.2020, es handelt sich u.a. an Käufen bei Eni und BP, die wir auch im MB Fund Max Global gewichtet haben.
- Staatsfonds steigen in Italien ein – ein Artikel aus der Börsen-Zeitung vom 03.04.2020

Auch in düsteren Stunden ist das Glas doch manchmal eher halb voll – die Automobilindustrie als Beispiel:
Natürlich ist es nicht schön, wenn ein Automobilproduzent nicht produzieren kann. Aber zumindest die Auswirkungen sind bei einer begrenzten Zeitdauer der Schließung der Werke nicht so dramatisch schlimm wie befürchtet, wenn in den nächsten vier Wochen die Produktion wieder starten kann. Warum? Die Automobilindustrie hatte ohnehin meist eine mindestens zweiwöchige Schließung aufgrund der Osterferien geplant. Zumindest dieser planmäßige Ausfall wird durch Kurzarbeitergeld in der Konsequenz etwas abgemildert. Außerdem werden die Arbeitszeitkonten der Arbeitnehmer entsprechend heruntergefahren. Außerdem kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, dass viele Automobilproduzenten nach der Krise 2008/09 monatelang an Samstagen Sonderschichten gefahren haben. Das sollte auch diesmal so sein.
Übrigens berichtet der VW-Konzern heute, dass im Frühsommer in China die Lage wieder so hoch sein wird wie ein Jahr zuvor. Auch Daimler spricht von einer positiven Entwicklung in China.

Fazit:
Warum machen Sie es nicht wie die italienische Notenbank oder diverse Staatsfonds und kaufen Aktien?
…es gibt definitiv ein Leben nach dem Virus, spätestens ab Herbst 2021!

Zum Schluss ein Link zu einem interessanten Artikel, der vielleicht auch für jeden einzelnen etwas die Angst vor dem Corona-Virus nimmt:
"Wir können Infektionen nicht verhindern". Rechtsmediziner über Corona
https://www.n-tv.de/wissen/Wir-koennen-Infektionen-nicht-verhindern-article21702978.html

Bleiben Sie gesund und haben Sie - trotz Corona – schöne Osterfeiertage!

Mit freundlichen Grüßen

Thilo Müller

CIIA - Certified International Investment Analyst Geschäftsführer
MB Fund Advisory GmbH
Max Value-Tower
Brüsseler Straße 5
65552 Limburg a.d.Lahn

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