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MB Fund Advisory - Titelbild

Fondsampel Max Plus

MB Fund Max Plus ist investiert

MB Fund Max Plus
ist investiert
(Stand: 27.11.2020)

Fondsampel S Plus

MB Fund S Plus ist investiert

MB Fund S Plus
ist investiert
(Stand: 27.11.2020)

Fondspreise vom 27.11.2020
MB Fund Max Value 130,41 (–0,37%)
MB Fund Max Global 91,01 (+0,05%)
MB Fund Flex Plus 59,71 (+0,12%)
MB Fund S Plus 99,15 (–0,01%)
MB Fund Max Plus 62,72 (+0,03%)

Aktuelles

03.08.2020 Neues vom Fondsmanagement



Liebe Mitinvestoren,

seit mittlerweile fünf Monaten beherrscht ein Wort die Schlagzeilen und hat die Welt derart auf den Kopf gestellt, wie das noch keiner von uns bisher erlebt hat.

Was es für uns als Vermögensverwalter besonders schwer macht:

Dass was war, wissen wir (zumindest das Meiste). Aber wir müssen ja in die Zukunft schauen und unsere Überlegungen darauf ausrichten, wie entwickeln sich die Märkte in den kommenden Monaten bzw. Jahren.

Um hier richtig oder falsch zu liegen, bedarf es neben umfangreichen Analysen, gesundem Menschenverstand auch manchmal etwas Glück (darauf komme ich später noch mal zurück) – auf alle Fälle ist das in der heutigen Zeit eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.

Ich bin auf alle Fälle schon einmal froh keine „dreitäglichen Wasserstandsmeldungen“ abgeben zu müssen (wie das Mitte März bis Mitte April der Fall war).
Insoweit hat sich der Kapitalmarkt auf Corona „eingestellt“.

Alles was ich in meiner letzten Beitrag Anfang Juni geschrieben habe, ist aus meiner Sicht unverändert gültig: Link

Was hat sich in den vergangenen zwei Monaten getan?

Insbesondere, wenn man die Entwicklung der weltweiten Infektionszahlen sieht, dürfte klar sein, dass uns das Thema „Corona“ bis zur Gewinnung eines Impfstoffes begleiten wird.

Der DAX ist nach einem Zwischenhoch von knapp 13.200 Punkten (Mitte Juli) in den letzten Tagen auf ein Niveau von 12.300 Punkten zurück gekommen. Nach wievor sehen wir aus meiner Sicht (und diese Meinung habe ich nicht exklusiv) ein deutliches Auseinanderdriften zwischen Realwirtschaft und der Börsenentwicklung.

Allerdings muss man auch die Börsenentwicklung differenziert sehen:
Alles, wo Technologie und Digitalisierung „drauf steht“, wird momentan gekauft, als gäbe es kein Corona.
Die klassischen Branchen (insbesondere die Autowerte, Banken und Chemie-Titel) befinden sich nach wie vor – trotz der Erholung – auf einem sehr, sehr niedrigen Niveau.

Es gibt hier eine Ausnahme: TESLA – aber diese Aktie fassen wir mit der Kneifzange nicht an – hier sehen wir aktuell eine völlig überzogene Bewertung – das erinnert mich an die Entwicklung im „Neuen Markt“ vor 20 Jahren.
Das gleiche gilt – in etwas abgemildeter Form - auch für Amazon, Facebook, Google, Apple und Co.
Verglichen mit sogenannten „Old Economy“ – Werten liegen hier die Bewertungsmaßstäbe teilweise beim 100-fachen!

Bitte nicht mißverstehen:
Ich glaube auch, dass die Zukunft in diesen Technologien liegt, aber entscheidend ist es immer noch „ZU WELCHEM PREIS KAUFE ICH MICH IN EINE SOLCHE FIRMA EIN?“
Und mir ist das - ehrlich gesagt – aktuell viel zu teuer. Im Nachhinein hätte man das vor fünf Jahren tun müssen.

Aber:

1. Diese Werte haben niemals die Kriterien eines „Value Investments“ erfüllt.
2. Hätten wir die Werte dennoch gekauft, hätten wir wahrscheinlich zwei Jahre später die Gewinne realisiert.
3. „Hätte“ hilft uns nicht weiter…

Um meine Sichtweise mit einem Beispiel auf dem Immobilienmarkt zu verdeutlichen:

Bevor ich mir (als Investor) in einer Spitzenlage in München eine 80 m² Eigentumswohnung zu einem Preis von 1,5 Mio kaufe (Mieteinnahme: 30.000 ¤ p.a) kaufe ich mir lieber eine Sozialwohnung in Limburg zum Preis von 100.000 ¤ (mit einer Miete von 5.000 ¤ p.a.).
Und wenn ich unbedingt 1,5 Mio ausgeben will, dann kaufe ich mir 15 Wohnungen und habe dann 75.000 ¤ Mieteinnahmen.
Und: In München können sich maximal 5% aller Einwohner diese Miete leisten, in Limburg sind es 100%.

Für alle, die dennoch etwas in den Technologiesektor investieren möchten, bietet sich der „Digital Leaders Fund“ an.

Wertentwicklung in den letzten 2 Monaten: + 8%.
Als einer von vielen Bestandteilen im Rahmen einer ganzheitlichen Vermögensanlage-Strategie macht das sicherlich Sinn.

Unsere beiden Computermodelle S-Plus und Max-Plus konnten sich in den vergangenen zwei Monaten weiter nach vorne arbeiten und damit die seit Jahresanfang aufgelaufenen Verluste weiter begrenzen.

S-Plus: + 7,5% (seit 31.5.2020)
Max-Plus: + 5,7% (seit 31.5.2020)

Diese beiden Modelle bilden den Index ab – von daher reagieren diese Modelle auch nicht auf die o.g. Kennzahlen.
Nachdem beide Modelle im Juni überwiegend investiert waren, stand beim Max-Plus seit einigen Wochen die Ampel auf „rot“ und auch beim S-Plus ist die Ampel rechtzeitig vor dem Kursrückgang in den letzten Tagen ebenfalls auf „rot“ gesprungen.

Fazit hier: Wir kämpfen uns weiter in kleinen Schritten nach vorne und ich bin nach wie vor zuversichtlich das Kalenderjahr 2020 mit einem grünen Vorzeichen abzuschließen.
In der Entwicklung dieser Modelle steckt sehr viel Herzblut und Arbeit und ich bin nach wie vor 100%-ig davon überzeugt, dass uns beide Modelle auf lange Sicht einen deutlichen Mehrwert liefern.

Ich weiss, dass wir uns für „hätt ich“ und „wenn ich“ nichts kaufen können - aber das folgende Gedankenspiel sei mir trotzdem gestattet:
Der 11. März war für beide Fonds ein echter „Pech-Tag“ – wir haben an diesem Abend nur ganz knapp ein Verkaufssignal verpasst und sind so voll investiert in den kommenden Tag „gerauscht“, der uns dann (mit dem zweitgrößten Verlust in der Historie des DAX) ein Minus von 22,6% im S-Plus und 15,8% im Max-Plus bescherte.

Hätten die Ampeln an diesem Tag auf „rot“ gestanden, wäre dem S-Plus dieser Verlust erspart geblieben und der Max-Plus wäre anstatt mit 15,8% Verlust, mit 15,8% Gewinn aus diesem Tag gegangen. Glück und Pech liegen auch hier eng beieinander, sollten sich auf lange Sicht aber ausgleichen.

Da beide Fonds den Index abbilden, waren wir natürlich in beiden Fonds auch von dem „Wirecard-Debakel“ betroffen, allerdings nur in dem Maße in dem die Wirecard-Aktie im DAX gewichtet war. In den Fonds, bei denen wir die Zusammensetzung selber aussuchen ging der „Wirecard-Kelch“ an uns vorbei.

Unser globaler Mischfonds Max-Global entwickelte sich mit einem Plus von 1,5% in den vergangenen zwei Monaten weiterhin solide und damit exakt auf dem gleichen Niveau wie der Nachhaltigkeits-Fonds Perspektive OVID Global Equity.
Steigende Gold- und Silberpreise haben den Fonds positiv beeinflusst und konnten die Negativeffekte durch den Dollarkurs-Rückgang mehr als kompensieren.
Der Blick auf die Euro/Dollar-Relation (100 Euro <> 117,79 US-Dollar) zeigt, dass sich der Euro hier einem 5-Jahres-Hoch nähert.
Amerikanischer Stärke sieht anders aus Mr. Trump!

Auch der Flex-Plus macht weiter in kleinen Schritten Boden gut. (+ 1,23% im Juni/Juli)

Der Max-Value trat in den vergangenen zwei Monaten quasi mit +/- 0 auf der Stelle.
Das entspricht in etwa dem Verlauf des DAX, der durch den Kursrückgang in den letzten Tagen ebenfalls die seit dem 01.06. aufgelaufenen Gewinne eingebüsst hat.
Nach wir vor stehen wir im Max-Value mit einem Fuss auf der Bremse (wie bereits in der Mail vom 02.06. erklärt), da wir der rasanten Aufwärtsbewegung vom Tief im März mittlerweile doch recht skeptisch gegenüber stehen.

Wie bereits oben gesagt: Wir haben aktuell eine sehr differenzierte Entwicklung am Markt und damit einhergehend nach wie vor ein sehr schwieriges Umfeld für Value-Titel.
Der einfache Blick auf den Index verzerrt das Bild.

Die nachstehende Grafik gilt zwar für die Märkte in den USA – kann aber auch sinngemäß für Deutschland stehen.
Sowohl im DAX als auch im amerikanischen Pendant S+P 500 stecken sowohl Growth (Wachstum) als auch Value (Substanz).
Wir befinden in einer ähnlichen Situation wie 1999 – die Überschrift im Originaltext, aus dem ich diese Grafik entnommen habe, lautet:

„Value stocks are screaming for a reversion to a mean“ – „Value-Aktien schreien nach einer Gegenbewegung zum Mittelwert !“

Letztendlich war die differenzierte Entwicklung von Value und Growth auch für uns damals die Initialzündung im Jahr 2000 den Max-Value aufzulegen.

Von 2000-2006 liefen Value Aktien dann deutlich besser als der Markt und bescherten uns im Max-Value eine Outperformance in einer Größenordnung von 30% zum DAX.
Seit 2007 hat sich das Blatt zugunsten der Wachstumsaktien gewendet.
Das ist auch der Hauptgrund dafür warum der Max-Value deutlich von seinen Höchstkursen entfernt ist, der DAX aber kurz davor war, diese wieder zu erreichen.

Wir werden definitiv unseren Prinzipien treu bleiben und in den Max-Value keine „heisse Luft“ á la Tesla (oder auch Wirecard) kaufen.
Auch wenn es Phasen gibt, wo viele sich beschweren und sagen „wir laufen der Musik“ hinterher…

Auch hier habe ich ein „hätte“ in der Tasche:

Hätten wir den Max-Value im Jahr 1995 aufgelegt, hätten wir 1999/2000 - in der Hochphase des „neuen Marktes“ - die gleichen Diskussionen wie heute gehabt.
„Value“ war damals mausetot – genauso wie heute. Fünf Jahre später sah das dann grundlegend anders aus.

Wiederholt sich die Geschichte?
Ich bin überzeugt: JA ! Nicht ganz so extrem, aber die Trends werden sich wieder annähern

Apropos 5 Jahre: Das Kursziel 25.000 im DAX bis zum 31.12.2025 gilt für mich unverändert!
Allerdings sollten die „Value-Titel“, die im Max-Value liegen, einen großen Anteil dazu beitragen.

Die von vielen gefürchtete „2. Welle“ wird aus meiner Sicht nicht zu ähnlichen Verwerfungen, wie im März führen, da das Eintreten dieser Erwartung ja keine Überraschung darstellt. Genauso sehe ich die aktuellen Wirtschaftsdaten (BIP-Einbruch von 10% im 2. Quartal) relativ entspannt.
Wenn man bedenkt, dass das ganze Land acht Wochen in Schockstarre lag (von Mitte März – Mitte Mai), war auch das keine wirkliche Überraschung.

Nachstehend eine graphische Entwicklung all unserer Fonds seit dem 02.09.2019 (dem Tag der Auflage des Max-Plus)

Quelle: fondsweb
Außerdem ein etwas längerer Zeitraum (seit dem 01.04.2009 – an diesem Tag wurde der S-Plus aufgelegt)
In dieser Grafik sieht man den Corona-Einbruch im März und die darauf folgende Erholung etwas deutlicher und übersichtlicher.
Quelle: fondsweb

Unsere Kombinationsmodelle konnten im Juni/Juli ebenfalls weitere kleine Schritte nach oben machen:

Torwart: + 1,22%
Abwehr + 1,48%
Mittelfeld + 2,02%
Angriff + 2,55%

Auf Sicht von 3 Jahren liegen die Modelle aktuell noch zwischen 4,1 und 9,4% im Minus.
Auf Sicht von 5 Jahren zwischen 0,6 und 7,7% im Plus

Wir arbeiten weiter hart daran, dass hier in absehbarer Zeit auf den 1-Jahres-Zeitraum und auf den 3-Jahres-Zeitraum wieder schwarze Zahlen stehen.

Getreu dem Motto:
„Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann.“
Leonardo da Vinci (1452-1519)

Ich wünsche Ihnen eine weiterhin schöne Sommerzeit und uns allen, dass diese (man verzeihe mir bitte die krasse Wortwahl) ganze Corona-Scheisse hoffentlich bald Geschichte ist.

Viele Grüße

Markus Stillger
Geschäftsführer

MB Fund Advisory GmbH
Max-Value-Tower
Brüsseler Str. 5
65552 Limburg

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